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ARGE Eigenheim fordert mehr Eigentum

WGG-Novelle wird ausdrücklich begrüßt

Autor: Charles Steiner

Angesichts des steigenden Wohnungsmarkts in Österreich und der hohen Anzahl an Mietwohnungen, fordert die Arge Eigenheim, die Eigentumsquote noch weiter anzukurbeln. Derzeit umfasse der österreichische Wohnungsmarkt weit über 4,6 Millionen Wohnungen, wovon 3,9 Millionen auf Hauptwohnsitze entfalle. 48 Prozent der Hauptwohnsitze befinden sich im Eigentum. Laut Arge Eigenheim seien die Mieten nach der Jahrtausendwende um mehr als die Inflationsrate gestiegen, seit 2014 sogar stärker als die Einkommen. Angesichts der im internationalen Vergleich niedrigen Eigentumsquote alarmierende Vorzeichen, erklärt Arge-Eigenheim-Bundesobmann Christian Struber anlässlich der 25. St. Wolfganger Tage: "Wer in Eigentum wohnt, ist von der steigenden Mietpreisentwicklung nicht betroffen. Wir haben in Österreich aber mit 48 Prozent eine der niedrigsten Eigentumsquoten im internationalen Vergleich. Und sie sinkt weiter."

Struber rechnet vor: 2018 würden die österreichischen Mieterhaushalte durchschnittlich 7,8 Euro/m² (brutto kalt) pro Monat für ihre Wohnungen aufwenden. Die Wohnkostenbelastung von Mietern steige aber immer mehr und liege mittlerweile bei 26 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens. Dem gegenüber würden aber angesichts geringer Belastungsquoten im Eigentum der durchschnittliche Österreicher nur 18 Prozent des Haushaltseinkommens für Wohnen aufwenden müssen.

Erschwerend komme für den Wohnungsmarkt die demografische Entwicklung, die im aktuell erschienenen Wohnhandbuch 2019 der Arge Eigenheim formuliert wurden. Wohnbauforscher Wolfgang Amann: "Die österreichische Bevölkerung wächst weiter. Anfang 2019 lebten 8,89 Millionen Personen in rund 3,9 Millionen Haushalten. Die Bevölkerungsvorausschätzung geht bis 2050 von 9,7 Millionen Personen in 4,5 Millionen Haushalten aus. Und der Anteil der 65+Jährigen wird bis dahin von aktuell 19 Prozent auf über 27 Prozent steigen."

Die neue WGG-Novelle zur Eigentumsbildung wird von der Arge Eigenheim dezidiert begrüßt: "Es gilt für die neue Bundesregierung", so Michaela Steinacker, Vorstandsmitglied des Österreichischen Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV). Lagen die Ausgaben für wohnungspolitische Maßnahmen Ende der 1990er Jahre noch bei rund 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, so würden diese mittlerweile nur noch 0,5 Prozent betragen. Zudem sei eine verstärkte Förderung von Wohnungseigentum laut Christian Struber auch ein geeignetes Instrument zur Vorbeugung gegen Altersarmut, da die Mietkosten gänzlich wegfallen würden.

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