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Auch Atrium leidet unter Russlandkrise

Mietnachlässe, aber Aufwertungen des Bestandes

Autor: Gerhard Rodler

In Russland können sich internationale Immobilienunternehmen alles andere als eine goldene Nase verdienen. Die Immofinanz ist ja aktuell auf der (sehr schwierigen) Suche nach einem Abnehmer ihres gesamten Russland-Portfolios, weil aus diesem Titel schon erheblicher Abschreibungsbedarf und Mindererlöse aus nicht generierten Mieten angefallen sind. Auch andere Unternehmen leiden hier.

Insofern ist die Nachfolgegesellschaft der Meinl European Land (MEL), die Atrium, hier in gute Gesellschaft. Auch sie hat für das erste Quartal 2016 erhebliche Nachlässe bei ihren russischen Mietern gewähren müssen, um diese überhaupt in den Geschäften zu halten. Das hat die Gesamtmieterlöse des Unternehmens um 3,4 Prozent auf 47,3 Mio. Euro gedrückt.

Interessanterweise - und im Gegensatz zur Immofinanz - trübt das schlechte Russlandsgeschäft die Gewinnbilanz aber nicht. Im Gegenteil. Der Gewinn stieg dank Sondereffekten sprunghaft von 15,2 Mio. auf 26,3 Mio. Euro an.

Das hat einerseits mit realisierten Verkaufsgewinnen in Tschechien zu tun, andererseits aber - ganz im Gegensatz zur Immofinanz - mit Aufwertungen des Immobilienbestandes in Höhe von insgesamt 3,7 Mio. Euro.

Im Vorjahreszeitraum hatte Atrium Immobilien allerdings bereits um 4,4 Mio. Euro abgewertet.