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Baukosten steigen und steigen

Im November erneut in allen Sparten

Autor: Charles Steiner

Von einem Nachgeben der Baupreise durch die Coronapandemie ist keine Spur. Im Gegenteil: Laut dem Baukostenindex der Statistik Austria ist der Baukostenindex für den Wohn- und Siedlungsbau im November mit 1,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres sogar kräftig gestiegen. Gegenüber Oktober waren das 0,2 Prozent.

Der Kostenanstieg im Wohnhaus- und Siedlungsbau sowie im Brücken- und Siedlungswasserbau ist überwiegend auf die höheren Lohnkosten einiger baurelevanter Branchen aufgrund der Kollektivvertragsabschlüsse, die seit Mai 2020 in Kraft sind, zurückzuführen. Allerdings werden diese Zuwächse durch den Rückgang der Kosten einiger Warengruppen (z. B. Stahlprodukte) im Gesamtergebnis wieder abgeschwächt. Die höheren Lohnkosten wirken sich auch im Straßenbau aus, allerdings abgefedert durch die allgemeinen Rückgänge der anderen Warenkorbelemente.

Die Tiefbausparte Straßenbau verzeichnete für November 2020 sinkende Baukosten im Vorjahresvergleich. So erreichte der Index für den Straßenbau 107,0 Punkte und lag damit um 0,8 Prozent unter dem Wert von November 2019 (im Vergleich zu Oktober 2020 gleichbleibend). Der Brückenbau hielt bei 108,6 Indexpunkten, die Kosten stiegen somit um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, sowie 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Kosten für den Siedlungswasserbau (109,1 Punkte) stiegen gegenüber November 2019 um 0,7 Prozent und blieben gegenüber Oktober 2020 auf demselben Niveau.