Immobilien Magazin

Besser, Grösser, Schöner – oder wenigstens cleverer ...

Das Intro, von Gerhard Rodler

Zugegeben: Wir alle wollen irgendwie zumindest irgendwo die Größten oder Besten sein. Mit unserem Unternehmen, unserem Job – und im Idealfall zuhause. Wenigstens bei der kleinen Tochter oder dem kleinen Sohn. Wettbewerb ist etwas ganz Natürliches und liegt in der Natur des Menschen, und sogar in der Natur der Natur.

Das war schon in der Schule so: Wer schafft es, mit dem geringst möglichen (Zeit)Einsatz, doch noch durchzukommen? Wer kriegt das schönste Mädchen oder den begehrtesten Burschen. Und ein wenig später dann: Wer fährt das schnellste, oder wenigstens schönste Auto, oder aber, wer fährt überhaupt ein Auto, oder wenigstens ein Moped, oder, oder, oder ...

In einer Zeit, in der wir uns alle glücklicherweise immer satt essen können (und manchmal leider mehr als nur satt ...), in der wir immer eine geheizte Wohnung haben und auch sonst unsere Grundbedürfnisse sorgenfrei decken können, ist der Sportsgeist dennoch bei so gut wie allen nach wie vor hellwach. Und dazu bedarf es keiner schweißtreibenden Freizeitaktivitäten (Churchill: No Sports!) oder übermäßigen Fernsehkonsums im Zuge von Sportübertragungen. Es reicht schon, in irgendeinem Ranking möglichst weit vorne zu sein. Und, ganz ehrlich, das ist auch gut so! Denn, wer nicht ständig besser werden will, ist schon lange nicht mehr gut – und hat sich in gewisser Weise schon selber aufgegeben. Und weil es ist, wie es ist, ist auch das Maklerranking so bezeichnend. Jene, die nicht nur gut, sondern besser – und zwar von Tag zu Tag immer noch besser – werden wollen, machen da mit und würden am liebsten gleich wissen, wo sie denn in diesem Jahr stehen (was wir wie ein Staatsgeheimnis schützen). Das ist manchmal durchaus unbequem im Zuge der Erstellung der Rankings, aber in Wahrheit ein großes Qualitätszeichen für die teilnehmenden Immobilienmakler, die sich dem Wettbewerb stellen, die im Wettbewerb Jahr für Jahr nach vorne kommen wollen, die aber auch fair die Ergebnisse akzeptieren. Um es im nächsten Jahr einfach noch besser zu machen. Ganz ehrlich, welchem Immobilienmakler würde man eher beschäftigen wollen: Den oben beschriebenen, oder jenen, der sich selbst genügt (und sich keinem fairen Wettbewerb stellen kann oder will)? Gerade deshalb ist es bei Rankings wie dem Immobilienmaklerranking in dieser Ausgabe (und jedem anderen Ranking dieser Art auch) eben nicht nur interessant, wer auf welchem Rang zu finden ist und wie er sich im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Viel interessanter ist es manchmal sogar zu sehen, wer hier NICHT dabei ist.

Aber das ist ja oft so im Leben: Manchmal ist das Nichtgesagte oder das Nichtgesehene das viel Informativere. Und gar nicht so selten findet man das, was man wirklich (an Information zum Beispiel) braucht, weit abseits von Zahlen, Daten, Fakten und dem Scheinwerferlicht. Aber das ist eine andere Geschichte. «

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