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Brexit: Schockwelle durch Europa

Auch heimische Immobranche in Sorge

Autor: Gerhard Rodler

Redaktion: Barbara Wallner Kamera: Axel Bierbaum

Die Leidtragenden der Entscheidung zum Austritt aus der EU, so eine der treffendsten Aussagen abseits der wirtschaftlichen Konsequenzen, sind – wohl auch in diesem Fall –, die Menschen selbst. Und es wird wohl jene am meisten treffen, die für den Ausstieg selbst überwiegend votiert haben, nämlich die Unterprivilegierten, schlecht Ausgebildeten, Aufstiegsverlierer, die den teils absichtlich falschen Wahlkampfaussagen geglaubt haben.

Davon abgesehen geht Brexit auch an Österreich nicht vorbei. Einerseits wird allgemein ein kleiner Dämpfer für die europäische Konjunktur erwartet, andererseits aber könnten Länder wie Frankreich, Deutschland aber eben auch Österreich tendenziell aus Brexit sogar einen Vorteil ziehen, weil sich die Kapitalströme über die nächsten Jahre wohl weg aus Großbritannien hin zu Länder wie Frankreich (aufgrund der geographischen Nähe), aber auch Deutschland und Österreich (aufgrund ihrer wirtschaftlichen Perfomance und Stabilität) verlagern werden.

Für den österreichischen Immobilienmarkt könnte dies bedeuten: Nochmals leicht weiter steigende Preise aufgrund noch stärkerer Nachfrage nach Objekten, insbesondere im gewerblichen Sektor. Ein Thema könnten da auch Hotelinvestments sein. Man erwartet sich allgemein einen massiven Tourismuseinbruch und die Investoren haben darauf bereits reagiert, indem sie in UK kaum noch Hotels kaufen. Die dafür vorgesehenen Gelder dürften jetzt in Hotels in Kontinentaleuropa fließen. Und Österreich könnte hier als klassisches Tourismusland ganz oben stehen.