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Büro wird neu definiert

Hybrides Arbeiten wird neue Normalität

Autor: Charles Steiner

Nach mehreren Lockdowns (und deren Verlängerungen) wird zunehmend klar: Zwar wird das Büro nach wie vor notwendig bleiben und daher weiterbestehen, jedoch wird es ein völlig anderes Erscheinungsbild haben, als bisher gewohnt. Das geht aus den Office Trends 2021 hervor, die von CBRE heute morgen veröffentlicht worden sind. Basierend auf Umfragen und Studien, die im Vorfeld für die Analyse durchgeführt werden, wird sich jetzt das hybride Arbeiten flächendeckend etablieren, sprich, es werde sowohl im Büro als auch im Homeoffice gearbeitet werden. Dem Büro wird daher zunehmend die Rolle als Drehscheibe für Teamarbeit zuerkannt. Als Beispiel nennt CBRE, dass rund 78 Prozent der Anwaltskanzleien in Europa, die von CBRE befragt worden sind, den Platz für die Zusammenarbeit in ihren Büros erweitern wollen. Das bringe in Folge auch, dass sich die Quadratmeterzahl pro Mitarbeiter in den kommenden Jahren erhöhen wird. Und: Mittlerweile scheint das Büro, in dem Manager die Mitarbeiter überwachen können, ausgedient zu haben. Laut CBRE-Studie hätten nur mehr 6,3 Prozent der Unternehmen den Büro als Ort der Überwachung angegeben.

Dafür haben sich die Ansprüche an die Büroimmobilien von Mieterseite deutlich verändert, weswegen Investitionen in Bestandsimmobilien notwendig seien. Julian Schramek, Head of Building Consultancy bei CBRE: "Technologische Investitionen in Gebäude sind von einem nice to have zu einem must have geworden in den vergangenen Monaten." Das mache auch flexible Bürolösungen notwendig, Arbeitsformen wie Co-Working über Private Office bis zu speziell zugeschnittenen Mitgliedschaft-Angeboten werden an Bedeutung zunehmen.

Ebenfalls käme es immer öfter vor, dass einzelne Arbeitsplätze nicht mehr einem bestimmten Mitarbeiter zugeteilt werden, sondern nach Bedarf und Verfügbarkeit täglich neu vergeben werden.