Immobilien Magazin

Fehlendes Geld aus China als Gefahr für australischen Markt

Der Immobilienmarkt gilt in vielen chinesischen Städten als überhitzt. Investoren aus dem Reich der Mitte wichen deswegen vermehrt nach Australien aus und hievten den Immobilienmarkt im Down Under so auf neue Höhen. Doch die Regulierungen in Australien und die strengere Bestimmungen in China für Auslandinvestoren könnten sich negativ auf den Markt auswirken.

Autor: Stefan Posch

Chinesen sind mit Abstand die größte ausländische Käufergruppe in Australien. In den Jahren 2015 und 2016 flossen laut einem Bericht der Australien Broadcasting Corparation (ABC) 32 Milliarden Dollar Australische Dollar (21,33 Milliarden Euro) aus China in den Immobilienmarkt, viermal mehr als der Betrag, den US-Bürger investiert hatten. Das Groß der Investitionen flossen in die Märkte der Großstädte Sydney und Melbourne.

Doch in den vergangenen 12 Monaten habe sich der Markt deutlich abgekühlt, erklärt Shan Lin vom in Sydney ansässigen Immobilienmakler Linfield Property Agents, im Artikel von ABC. Derzeit wären nur noch 10 Prozent der Kunden der Maklerei aus dem Ausland. Die Grunde dafür liegen nicht and den restriktiveren Bestimmungen für Auslandsinvestitionen sondern sind auch hausgemacht. Denn seit kurzem müssen ausländische Investoren in vielen australischen Regionen mehr Steuern für Immobilientransaktionen bezahlen. So hat etwa die Regionalregierung in Victoria die Umsatzabgabe für Ausländer von vier auf acht Prozent verdoppelt und die Grundstückssteuer sogar von 0,75 Prozent auf 2 Prozent erhöht. Im vergangenen Jahr warnte die Reserve Bank, dass der Rückzug der chinesische Investoren erhebliche Auswirkungen auf die inländischen Immobilienpreise haben könnte.

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