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Corona: Frauen fürchten Karriereknick

Unzufriedenheit österreichischer Arbeitnehmerinnen:

Autor: Gerhard Rodler

Die aktuelle Pandemie hat deutliche Auswirkungen auf weibliche Karrieren. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Jobportals StepStone unter mehr als 1.900 Arbeitnehmerinnen und Jobsuchenden in ganz Österreich. Das Ergebnis: Jede zweite Frau (50 Prozent) hat den Eindruck, dass die Corona-Krise die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern verschärft hat und Frauen während des Lockdowns wieder vermehrt in traditionelle Rollen gerutscht sind.

Entsprechend unzufrieden sind österreichische Arbeitnehmerinnen und Jobsuchende mit der Situation: Waren vor der Krise noch immerhin 68 Prozent sehr oder eher zufrieden mit ihrer beruflichen Situation, sind seit Ausbruch der Covid-Pandemie nur mehr 41 Prozent aller Frauen dieser Meinung. Fast noch problematischer: Knapp jede Dritte (30 Prozent) ist aktuell sehr unzufrieden mit ihrem Job - vor Corona lag dieser Wert noch bei mageren acht Prozent.

Zudem gehen viele Frauen davon aus, dass Unternehmen aktuell wichtigere Themen auf dem Tisch haben als die Gleichberechtigung von Frauen im Berufsleben - „eindeutig ein Rückschritt hinter bereits Erreichtes“, kommentiert StepStone Geschäftsführer Nikolai Dürhammer. Denn: „Wer Frauen auch in Krisensituationen nicht mitdenkt, vergrätzt die Hälfte aller Talente und Bewerberinnen. Spätestens, wenn die Wirtschaft nach Corona wieder anzieht, könnte sich das rächen.“ Auch die fehlende Unterstützung durch Führungskräfte ist aktuell noch ein häufiges Karrierehindernis, zeigt die Umfrage, ebenso wie zu hohe Arbeitsbelastung und Rollenkonflikte in der Firma. Immerhin ein Viertel aller Befragten gibt fehlende Teilzeit- oder Home Office-Möglichkeiten als Karrierehürde an, und 21 Prozent sind nicht gewillt, sich des beruflichen Aufstiegs wegen an männliche Machtmechanismen anzupassen.

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