Immobilien Magazin

Das war die Expo Real 2018

Der Markt ist voller Geld, die Immobilienbranche nach wie vor äußerst optimistisch. Weit mehr als 40.000 Besucher kamen zur Expo Real nach München - dem Andrang nach zu urteilen so viele wie noch nie.

Autor: Charles Steiner

Der letzte Tag der Expo wird nicht mehr für Gespräche, Deals oder Feiern verbracht - sondern mit dem Heimfahren oder, für Hartgesottene, im Biergarten. Doch bereits heute zeichnet sich ab: Die Immo-Messe in München hat wohl noch nie so viele Besucher gesehen. Weit über 40.000 Besucher drängten sich in die sechs Messehallen, die Stimmung ist, trotz geopolitischer Unsicherheiten, Handelskriege, Befürchtungen zu einer allfälligen Zinserhöhung, durchaus als euphorisch zu bezeichnen. Der Immobilienmotor - zwar im Spätzyklus - läuft rund.

Einige Trends waren auch heuer zu beobachten. Zunächst ist jede Menge Geld auf dem Markt, der Investmentdruck hoch und Anleger geben sich mit Renditen zufrieden, die vor ein oder zwei Jahren nicht vorstellbar waren. Solange der Cashflow und die Vermietungsquote gewährleistet ist, wird gekauft. Und weil Core-Produkte auf dem Markt mittlerweile Mangelware sind, lockern Investoren ihre Strategien und kaufen entweder Objekte in Secondaries oder welche mit geringeren Volumina.

Auch rücken Assetklassen in den Vordergrund, die zuvor allenfalls bei Spezialisten auf dem Einkaufszettel standen. Spezialassetklassen wie Healthcare-Immobilien sind mittlerweile immer wichtiger geworden, Hotelimmobilien haben sich zu einer sehr nachgefragten Anlageklasse entwickelt, Logistik ist der Renner geworden. Aber auch Wohnimmobilien kommen bei Investoren sehr gut an. Obgleich sich die Expo Real mehr als Gewerbeimmobilienmesse sieht, nimmt Wohnen mittlerweile einen gewichtigen Anteil im Messeprogramm ein - und wird auch gerne gekauft.

Zwar wird in Österreich bei den Investmentvolumina wohl nicht das Alltime-High vom Vorjahr mit 4,6 Milliarden Euro (Gewerbeimmobilien) erreicht werden, das liegt aber nicht daran, dass österreichische Immobilien nicht attraktiv wären. Sondern: Es gibt einfach zu wenige auf dem Markt.