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Deal des Jahres: BAI-Verkauf fix

Finanzierung steht, 600 Millionen Euro-Deal

Autor: Gerhard Rodler

Bei Erwin Krause und Franz Kollitsch dürften jetzt die Sektkorken endgültig knallen: Das zu Ende gehende Geschäftsjahr war das für die beiden wahrscheinlich stärkste Jahr ihres Geschäftslebens: Integration des erworbenen Factory Outlet Stores Freeport an der tschechischen Grenze, der größte Hoteldeal des Jahres, der Kauf des Wiener Hotel Hilton am Stadtpark, und jetzt das: Der Erwerb der BAI ist in trockenen Tüchern, die Finanzierung laut gut informierten Kreisen gesichert. Der Rest dürfte wohl nur noch ein Formalakt sein. Alles in allem ist dieser Deal trotz des nicht gerade kleinen Investvolumens genial. Denn im Paket mit dabei seien einige hunderttausend an potenziell nutzbaren Flächen, die bei der ebenfalls miterworbenen Ekazent quasi als Morgengabe dabei sind. Diese müssten zwar noch entsprechend umgewidment werden, das scheint aber im Zuge von Abtäuschen durchaus machbar. Etwa die Hälfte der potenziell nutzbaren Fläche geht übrigens an die UBM.

Etwas weniger gut ist derzeit die Werthaltigkeit aus heutiger Sicht für die ebenfalls miterworbene Maklertochter BAR.

Nach dem Bekanntwerden des Wechsels von BAR-Chef Michael Zöchling zu Signa in diesem Medium hat ein Run auf die BAR-Mitarbeiter begonnen. Die Maklertochter dürfte sich nahezu auflösen. Marion Hejda, die Leiterin der Abteilung Asset Management könnte zur ARE wechseln. Nicole Jung, hört man, wird auch bereits von mehreren Immobilien-Unternehmen umworben.

Büroimmobilien-Vermarkterin Olivia Prinz wiederum dürfte zur CBRE wechseln, ein weiterer Wechsel zur CBRE folgt. Zekely ist ja ebenfalls zur Signa gewechselt. BAR-Investmentchefin Alexandra Plessnig wiederum wird nachgesagt, dass sie ein Angebot von einer Bank haben soll. Größtes personelles Asset der BAR wäre damit der ausgewiesene und gut vernetzte Berwertungsprofi Michael Buchmeier. Auch hier hörte man am Markt, dass er sich mit dem gesamten Team verändern wird.