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Deutsche Mieten steigen weiter

Preisauftrieb hat sich 2015 leicht beschleunigt

Autor: Gerhard Rodler

Keine Auswirkung hat bis dato die Mietpreisbremse in Deutschland. Im Gegenteil. Das Mietenwachstum hat sich im Vorjahr auf 1,8 Prozent beschleunigt - nach 1,7 Prozent im Jahr davor. Dies ist das Ergebnis des aktuellen F+B-Mietspiegelindex 2015, der einzigen Auswertung aller amtlichen Mietpreisübersichten in Deutschland. „Die teuerste Großstadt ist nach wie vor München. Die Münchner zahlen durchschnittlich 11,12 Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete für ihre Bestandswohnungen und liegen damit 74 Prozent über den 6,39 Euro pro Quadratmeter, die in den Mietspiegelstädten insgesamt im Schnitt gezahlt werden“, sagt Michael Clar, Geschäftsführer von F+B.

Ebenfalls weit oben auf der Rangliste sind neben weiteren Städten im Münchner Umland die Metropolräume Stuttgart (Rang 3), Köln (9), Hamburg (12) und Frankfurt/Main (17). In Stuttgart liegen die Mieten mit 8,57 Euro pro Quadratmeter um 34 Prozent über dem aktuellen Bundesdurchschnitt, in Köln und Hamburg mit 8,19 bzw. 8,01 Euro um 28 bzw. 25 Prozent darüber. In Frankfurt/Main müssen Mieter durchschnittlich 7,81 Euro, also 22 Prozent mehr für den Quadratmeter Wohnfläche bezahlen.

Damit ist das Wohnen in Deutschland jedenfalls immer noch sehr viel günstiger als in Österreich - sieht man einmal von München ab.

Übrigens: Vergleichsweise günstig ist das Wohnen (immer noch) in der Hauptstadt. In den westlichen Stadtteilen Berlins kosten Bestandswohnungen momentan im Schnitt 6,39, in den östlichen 5,79 Euro pro Quadratmeter.