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Deutscher Hotelmarkt im Hoch

Allein 2014 um 15% mehr Zimmer

Autor: Gerhard Rodler

Auch 2014 hält die starke Bautätigkeit im Hotelsegment weiter an, ergibt eine aktuelle bulwiengesa-Studie. Mit insgesamt rd. 11.100 fertiggestellten Zimmern wurde der Vorjahreswert um 15 Prozent gesteigert und erstmalig seit 2010 die 10.000er Marke wieder überschritten.

Allein in den letzten sechs Jahren von 2009 bis 2014 entstanden 63.800 neue Hotelzimmer verteilt auf 425 Beherbergungsbetriebe mit einer Mindestgröße von 40 Zimmern. Dabei handelte es sich entweder um Neubauten, Umwandlungen von zuvor zumeist gewerblich genutzten Immobilien (i. d. R. Büroimmobilien) oder Erweiterungen.

Die Bauaktivität ist vor allem auf den starken Expansionsdrang der Kettenhotellerie zurückzuführen, deren Marktanteil in Deutschland immer noch verhältnismäßig gering ist.

Die Grundlage dieser positiven Entwicklung auf dem deutschen Hotelmarkt bilden folgende Aspekte: Die Tourismuszahlen entwickelten sich in den letzen Jahren positiv: Deutschlandweit wurde 2014 wieder ein neuer Rekordwert bei den touristischen Ankünften und Übernachtungen erzielt. Damit ist Deutschland Reiseland Nr. 1 in Europa. Nicht zuletzt auch die gute wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands wirkt sich hier auf die steigende Nachfrage positiv aus. Die Assetklasse Hotel zieht zunehmend das Investoreninteresse im als relativ sicher geltenden deutschen Investmentmarkt auf sich. Darüber hinaus haben besonders „junge Marken“ bewiesen, dass der deutsche Hotelmarkt reif für neue Konzepte ist. Vor allem in den Hotelsegmenten Economy und Midscale sind 2014 verstärkt Fertigstellungen festzustellen. Fünf Hotelmarken zeigen mit der Entwicklung von jeweils mehr als 2.000 Hotelzimmern innerhalb des Untersuchungszeitraums ein hohes Expansionstempo.