Immobilien Magazin

Die Koreaner kommen

Koreanische Immobilieninvestitionen haben das heimische Investmentjahr maßgeblich geprägt. So wurde etwa das T-Center in St. Marx und das Hilton Vienna von Koreanern gekauft.

Autor: Stefan Posch aus München

Ein Trend der auch global zu beobachten ist, wie Real Capital Analytics kürzlich analysierte. Demnach wurde bis dato im Jahr 2019 Transaktionen aus Korea in Höhe von 11,5 Milliarden US-Dollar (10,5 Milliarden Euro) getätigt. Bis zum Ende des Jahres werden Investitionen von mehr als 20 Milliarden US-Dollar erwartet, doppelt so viel wie im Vorjahr. Die überwiegende Mehrheit dieses Kapitals wurde in Europa investiert, insbesondere in Pariser Büroimmobilien.

Der Eintritt der Südkoreaner auf globale Märkte begann 2011/12 nach dem die Institutionelle Investoren die Preise und das Volumen ihrer lokalen Immobilien nach oben getrieben hatten. Der Geldfluss wuchs 2015 stark an, als südkoreanische Investoren mehr als 3 Milliarden US-Dollar in den USA und über zwei Milliarden US-Dollar in Europa, vor allem in Deutschland und Österreich, investierten. Diese erste Welle wurde von öffentlichen Geldern und infolge auch von den größeren institutionellen Investoren angeführt, in erster Linie die Versicherungsfonds von Samsung, Hyundai und Hanwha.

Die Investorenbasis hat sich seitdem deutlich erweitert, was die Tiefe des Kapitals in Südkorea widerspiegelt.

Eine Folge der steigenden Nachfrage und des Dranges zur Diversifizierung. Mittlerweile hat Real Capital Analytics bereits 22 Investoren aus Korea gelistet, die über eine Milliarde Euro auf dem internationalen Immobilienmarkt veranlagt haben.