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Es wird enger am Studentenwohnmarkt

Immer mehr Anbieter drängen auf den Markt

Autor: Gerhard Rodler

Es wird etwas enger am lukrativen Markt für studentisches Wohnen. Immer mehr Anbieter drängen auch in Wien auf den Markt. Neben dem Pionier "Milestone" (rund 350 Appartements im Entstehen) werden jetzt auch Pegasus Capital Partners und Stonehill Holding (633 Appartements), S+B Gruppe (600 Appartements) und ARE mit Soravia (600 Appartements) aktiv.

Die gute Nachricht ist: Der Mietmarkt nimmt das alles sichtlich noch sehr gut auf. Und auch die Investoren interessieren sich zunehmend für das ehemalige Nischensegment, das Zug um Zug zu einer Hauptassetklasse geworden ist.

Der Nachfrageüberhang nach Investitionsobjekten in den traditionellen Assetklassen wie Büro, Einzelhandel, Hotel und Wohnen hat nämlich immer mehr Investoren motiviert, Veranlagungen in alternativen Immobilienbereichen zu sondieren. Für den Mainstream-Investmentmarkt relativ neue Produkte wie studentisches Wohnen, Seniorenresidenzen oder Wohnformen mit Zusatzservices wie betreutes Wohnen oder Serviced Apartments, gewinnen daher immer mehr an Bedeutung.

Franz Pöltl, Geschäftsführer von EHL Investment Consulting: "Diese Segmente werden auch in den kommenden Jahren deutlich höhere Wachstumsraten als der Gesamtmarkt erzielen." Er sieht in der starken Liquidität, die den Immobilienmarkt prägt, zwar den Auslöser für den aktuellen Boom der neuen Investmentklassen, dahinter stünden aber strukturelle Veränderungen, die den Markt unabhängig von zyklischen Entwicklungen nachhaltig prägen werden.

Pöltl: "Die neuen Assetklassen sind die logische Konsequenz des gesellschaftlichen Wandels, der sowohl für die junge, als auch für die ältere Generation neue Wohnbedürfnisse schafft." Besonders deutlich wird das bei der aktuell mit Abstand wichtigsten neuen Assetklasse, dem studentischen Wohnen. Laut aktueller Erhebung von Savills, dem internationalen Partnerunternehmen von EHL, wurden in den ersten acht Monaten 2016 weltweit rund 8 Milliarden Euro in dieses Segment investiert, bis zum Ende des Jahres könnte der Betrag auf 15 Milliarden anwachsen und den Wert vom Vorjahr toppen.

In Österreich liegt der Fokus der Investoren auf Wien, Graz und Innsbruck.