Immobilien Magazin

Ein Meister der guten Noten

Michael Ehlmaier ist ein Meister der guten Noten. Damit ist nicht nur sein musikalisches Können gemeint, sondern auch sein Taktgefühl bei Zwischenmenschlichem. Ein Beispiel: Ein Benefizkonzert am 21. Mai im Wiener Konzerthaus.

Autor: Gerhard Rodler

Immobilien Magazin: EHL veranstaltet - auch in diesem Jahr - ein Benefizkonzert. Was genau darf man sich da erwarten?

Michael Ehlmaier: Wir haben uns diesmal für eine familienfreundliche Matinée mit einem tollen, auch kindertauglichen Programm entschieden, nämlich das Musikmärchen "Peter und der Wolf" sowie die "Pastorale" (6. Symphonie) von Beethoven. Außerdem haben wir das Glück, dass wir Peter Simonischek als Sprecher gewinnen konnten, der das Programm nochmals auflockern und besonders einzigartig machen wird.

IM: Es ist ja ein Benefizkonzert. Was ist der soziale Hintergrund?

Ehlmaier: Concordia Sozialprojekte hat sich zum Ziel gesetzt, benachteiligten Kindern ein glückliches Aufwachsen in ein selbständiges Leben zu ermöglichen. Dafür veranstalten und musizieren wir von Herzen gerne.

IM: Wie lange spielen Sie eigentlich schon Geige?

Ehlmaier: Ich selbst spiele seit meinem 6. Lebensjahr Geige und seit meinem 16. Lebensjahr regelmäßig in verschiedenen symphonischen Orchestern.

IM: Es gab ja schon früher immer wieder ein Konzert, 2018 beispielsweise. Soll das so etwas wie eine Tradition werden?

Ehlmaier: 2014 haben wir erstmals gemeinsam mit der Caritas Socialis ein Benefizkonzert auf die Beine gestellt. Auf Grund des großen Spendenerlöses und damit verbundenen Erfolges hatten wir ebenso 2015 (zugunsten immohumana) und 2018 (zugunsten Caritas Socialis) Benefizkonzerte organisiert und dabei auch zahlreiche Mitstreiter aus der Immobilienbranche eingeladen als Sponsoren dabei zu sein. Der Verein "Kunst hilft" von Konzertmeister Peter Gassler und seiner Frau Brigitte übernimmt dabei immer die künstlerische Planung und Organisation. Die Zusammenarbeit funktioniert hier ausgezeichnet. Ich hoffe sehr, dass sich daraus eine lange Tradition entwickelt.

IM: In diesem Fall wird "soziales Engagement" aber besonders leicht gemacht, weil ja ein hochwertiges Kulturprogramm geboten wird.

Ehlmaier: Wenn man Nützliches mit Angenehmen verbinden kann, ist das natürlich ein großer Vorteil. Unser Orchester, der "Akademische Orchesterverein", setzt sich aus Amateurmusikern quer durch alle Altersklassen und Berufsgruppen zusammen, die auf hohem Niveau und mit großer Leidenschaft musizieren. Mit Christian Birnbaum haben wir einen großartigen Dirigenten am Pult. Und dass Peter Simonischek als Sprecher mit dabei ist, freut uns natürlich ganz besonders.

IM: Werden wieder EHL-Mitglieder im Orchester zu bestaunen sein? Haben Sie überhaupt genug Zeit zum Üben?

Ehlmaier: Ja, Sandra Bauernfeind und ich werden wieder mit dabei sein. Die Zeit zum Üben nehmen wir uns gerne und brauchen wir auch. Es ist ein toller Ausgleich zum Arbeitsalltag und es gibt erfreulicherweise auch noch ein Leben abseits der Immobilienszene.

IM: Warum macht die EHL so etwas Aufwändiges?

Ehlmaier: Mit diesem Konzert können wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass eine neue Grundschule in Rumänien, die bis Herbst 2020 fertig gestellt werden soll, benachteiligten Kindern die Chance auf Bildung und ein besseres Leben ermöglicht. Wir sind sehr dankbar und glücklich, dass wir durch dieses Benefizkonzert die Möglichkeit haben, so vielen Kindern zu helfen. Die Freude darüber steht in keiner Relation zum Aufwand.

IM: Welchen Stellenwert hat Benefiz generell bei EHL?

Ehlmaier: Offen gesagt kann man nie genug helfen. Wir unterstützen verschiedene Benefizveranstaltungen immer wieder und sehr gerne. Wir dürfen nie vergessen, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass und wie gut es uns geht. Davon konnte ich mich schon während meiner Zivildienstzeit bei der Caritas vergewissern. Ein Erfahrung, für die ich heute noch sehr dankbar bin. Wenn man sich noch dazu selbst - so wie bei diesem Benefizkonzert - einbringen kann, ist das etwas ganz Besonderes.

IM: Wie beurteilen Sie generell das "soziale Gewissen" der österreichischen Immobilienwirtschaft?

Ehlmaier: Erfreulicherweise gibt es in weiten Kreise der Immobilienwirtschaft ein starkes Bewusstsein, wie gut es uns geht und wie wichtig die Hilfe und Unterstützung karitativer Vereine und Organisationen ist. Bei unseren letzten Konzerten zeigten sich unsere Branchenkollegen zur Freude der Benefizempfänger sehr großzügig. Auch abseits von EHL gibt es viele tolle Projekte, die von unseren Branchenkollegen tatkräftig unterstützt werden. Aber selbstverständlich gibt es noch viel Luft nach oben. Und das sollte uns alle anspornen weiter achtsam zu bleiben.

IM: Kann man dennoch noch etwas besser machen in dieser Hinsicht?

Ehlmaier: Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut (Lao-tse).