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Einfamilienhäuser noch einmal teurer

Preise um weitere fünf Prozent zugelegt

Autor: Charles Steiner

Während die Anzahl sowie das Transaktionsvolumen der gehandelten Einfamilienhäuser gegenüber dem Vorjahr in Österreich rückläufig ist, zeigt sich eine deutliche Preissteigerung. Das geht aus dem aktuellen Re/Max Immo-Spiegel in Kooperation mit IMMOunited hervor, der eine österreichweit durchschnittliche Teuerung von rund fünf Prozent ausgewiesen hat. 5.302 Einfamilienhäuser seien demnach im ersten Halbjahr verbüchert worden, 10,4 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor - aber dennoch um gut die Hälfte mehr als noch 2016 und 2017. Für diese wurde ein durchschnittliches Transaktionsvolumen von 1,52 Milliarden Euro gemessen. Das sind zwar 8,3 Prozent weniger als im absoluten Rekordjahr 2018, dennoch insgesamt eine Verdoppelung im Zehnjahresvergleich. Im ersten Halbjahr bezahlten die Käufer damit durchschnittlich 248.689 Euro für ein Einfamilienhaus, um 11.791 Euro oder plus 5,0 Prozent mehr als 2018 bzw. plus 31,4 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren.

Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von Re/Max Austria, sieht in den geringeren Transaktionszahlen keineswegs einen Rückgang der Nachfrage. Im Gegenteil: "Die im ersten Halbjahr 2019 rückläufigen, aber noch immer sehr guten Verkaufszahlen sind in erster Linie auf das geringere Angebot zurückzuführen. Die Nachfrage von Eigennutzern ist weiterhin sehr gut. Dazu trägt natürlich auch das historisch niedrige Zinsniveau bei", so Reikersdorfer.

Niederösterreich machte mit 1.589 Transaktionsfällen rund 30 Prozent des Gesamtmarkts aus, geht aus dem Immo-Spiegel weiters hervor. Hier gehe die regionale Schere besonders stark auf, der Preisunterschied zwischen dem billigsten Bezirk (Waidhofen/Thaya) und dem teuersten (Mödling) betrage bereits das 7,3-fache.

Die teuersten Bezirke wurden überdies mit Wien, Tirol, Salzburg und Vorarlberg angegeben. In Wien liegen die Preise ab 500.000 Euro aufwärts pro Einfamilienhaus, in Vorarlberg und Tirol rangieren sie zwischen 400.000 und 500.000 Euro. Einzige Ausnahme in Tirol: Die Bezirke Kufstein und Kitzbühel, wo bereits mehr als eine halbe Million zu bezahlen ist. Im Burgenland, besonders im Süden, sind Häuser bereits unter 100.000 Euro zu haben, der durchschnittliche Maximalwert liege bei 200.000 Euro.