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Frankfurt-Hype wegen Brexit

Manche Experten warnen zur Vorsicht

Autor: Gerhard Rodler

Der Brexit und die mit großer Wahrscheinlichkeit damit einhergehende Abwanderung von mehreren Beschäftigten der Londoner Finanzbranche löst aktuell einen Hype am Frankfurter Büromarkt aus. Die Investoren stellen sich bereits um derartige Objekte an. Diese sollten - entgegen den sonstigen Usancen - sogar am besten leer stehen, weil allgemein auch mit kurzfristig rasant steigenden Büromieten gerechnet wird. Folgerichtig hat genau jetzt auch der publity Performance Fonds Nr. 6 nach nur knapp 20-monatiger Haltedauer das Bürogebäude in der Tilsiter Straße 1 gewinnbringend weiterverkauft.

Der 1994 fertiggestellte Bürokomplex verfügt mit einer Gesamtmietfläche von 6.055 m² über zwei Eingangsbereiche, ein Untergeschoss mit 74 Tiefgaragenstellplätzen, vier Obergeschosse und einen Technikbereich im Dachgeschoss. Zu den langjährigen Hauptmietern gehören die Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH (VWD) und der Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Hessen e.V. (ASB).

Es gibt aber auch vermehrt warnende Stimmen, die vor einer Frankfurt-Blase sprechen. Denn es wird angenommen, dass die meisten Londoner Finanzleute eher nach Asien - Hongkong oder Singapur beispielsweise - auch nach New York gehen und Frankfurt zwar auch, aber eben nur weit geringer davon profitieren wird.

Engel und Völkers spricht heute, Montag, sogar bereits von einer Verknappung der Frankfurter Innenstadt.