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Hamburgs Logistikmarkt belebt sich

Besonders zum Jahresende viele Abschlüsse

Autor: Charles Steiner

Der Hamburger Logistik- und Lagerflächenmarkt meldet sich zurück und erzielte im Jahr 2020 einen Flächenumsatz von 488.000 m². Damit habe das Vorjahresergebnis um rund 31 Prozent übertroffen werden können, obwohl der zehnjährige Durchschnitt um 8 Prozent verfehlt wurde. Das geht aus einer Analyse von BNP Paribas Real Estate hervor.

Nach einem sehr niedrigen Umsatz im zweiten Quartal mit 38.000 m² hätten im dritten Quartal einige Eigennutzer-Baustarts zu einem hohen Ergebnis beigetragen, wie etwa Rewe mit 86.500 m² in Henstedt-Ulzburg. Zum Jahresende zog die Flächenleistung dann wieder weiter an. Die Verteilung des Flächenumsatzes nach Größenklassen wird von Großabschlüssen ab 20.000 m² mit knapp 41 Prozent dominiert. In absoluten Zahlen ist dieser Wert das zweithöchste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre und fast doppelt so hoch wie der Durchschnitt. Neben Rewe und Omnitrade zählen dazu Airbus in Finkenwerder (30.600 m²) sowie die beiden Logistikdienstleister Mickeleit (28.400 m²) und Kropp & Co. (22.500 m²). Während die Kategorie 12.000 bis 20.000 m² mit fast 12 Prozent ungefähr im Bereich des langjährigen Mittels liegt, bleiben die kleineren Segmente in absoluten Zahlen darunter.

Die Branchenverteilung des Flächenumsatzes zeigt ein für Hamburg ungewöhnliches Bild. Mit knapp 47 Prozent belegen Handelsunternehmen mit großem Abstand die Spitzenposition. Neben Rewe in Henstedt-Ulzburg hat auch der Neubau des Nuss- und Trockenfrüchtespezialisten Omnitrade Handelsgesellschaft in Siek mit knapp 30.600 m² einen erheblichen Beitrag zu diesem überdurchschnittlichen Ergebnis geleistet. Die sonst in der Regel sehr nachfragestarken Logistikdienstleister liegen mit gut 26 Prozent auf dem zweiten Platz und erzielen damit einen Flächenumsatz, der deutlich unter dem zehnjährigen Durchschnitt liegt. Für heuer geht BNP Paribas Real Estate von einem ähnlich hohen Volumen aus wie im Vorjahr.