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Im Osten viel Neues

Büroflächen und Logistik gewinnen

Autor: Gerhard Rodler

Während Westeuropa – wie übrigens der Großteil der „alten“ westlichen Welt – über eine anhaltende Büromarktflaute klagt, brummt das Geschäft im CEE-Raum heuer schon im zweiten Jahr. Die aktuelle Nachfrage auf dem Büromarkt befindet sich laut CBRE sogar auf einem Rekordniveau, vor allem internationale IT & Outsourcing-Unternehmen suchen intensiv nach Flächen. In der CEE-Region – mit Ausnahme von Warschau und Bukarest – werden wenige Bürofertigstellungen erwartet. In der polnischen Hauptstadt werden in den nächsten zwei Jahren ca. 670.000 m² an neuen Büroflächen fertig, das entspricht etwa 15 Prozent des Bestandes. Dieser Anteil fällt in Bukarest mit ca. 21 Prozent sogar noch höher aus, was wesentliche Auswirkungen auf die Netto-Ist-Mieten und die Leerstandsraten haben wird.

Ein erhöhter privater Konsum – auch im Onlinehandel – ist die primäre Ursache für eine neue Welle von Retail- und Logistikimmobilienprojekten. Der Anstieg der Kaufkraft hat bereits zu höheren Investmentumsätzen und einer Stabilisierung der Betriebsergebnisse von Einzelhandelsimmobilien geführt.

Aber: Da die Einzelhandelsdichte in einigen CEE-Märkten bereits hoch ist, konzentrieren sich die Investoren auf den Großraum rund um die Hauptstädte. So werden 2016 nur in drei Hauptstädten neue Shopping Center eröffnet: Bukarest, Kiew und Warschau. Das interessanteste Shopping Center außerhalb der Hauptstädte wird heuer in Posen (Polen) fertiggestellt werden. Mit 98.000 m² wird es das größte Shopping Center sein, das in den letzten sieben Jahren in Polen eröffnet wurde. 2016 werden in CEE voraussichtlich rund 972.000 m² an neuen Shopping Center Flächen entstehen – ein Wert, der unter jenem des Vorjahres liegt.