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Aus für Maklerdoppelvertretung?

Immobilienring fordert Expertengruppe

Autor: Stefan Posch

Die Diskussionen im Wahlkampf zur Maklerprovisionen - auch die ÖVP sprach sich für ein Bestellerprinzip bei Mieten aus - gehen weiter. Nun hat der Immobilienring mit einer Aussendung Stellung bezogen. „Reines politisches Kalkül, das vor allem die BürgerInnen verunsichert und jahrzehntelange Versäumnisse zur Wohnungspolitik überspielt“, so Georg Spiegelfeld, Präsident des Immobilienring Österreich, über die Debatte über das Bestellerprinzip. „Wir verwehren uns gegen die negative Emotionalisierung der Berufsgruppe Immobilienmakler und wir fordern den Einsatz einer interdisziplinären Expertengruppe aus Immobilienprofis, um Lösungen für soziale Schlüsselprobleme zu finden, so Spiegelfeld weiter. Wohnkosten und Einkommen haben sich völlig voneinander entkoppelt, ein vielschichtiges Problem, das europaweit zum Tragen kommt.“

In der Expertengruppe sollen zum Beispiel aus Bauträger, Projektentwickler, Architekten, Planer, Hausbesitzer, Investoren, Immobilienkanzleien sowie Hausverwaltungen tätig sein. Diese interdisziplinären Gruppen würde eine umfassende Betrachtung und viel zur Lösungsfindung beitragen können. „Wir müssen alle an einen Tisch bringen, um gute und wo nötig neue Lösungen zu erarbeiten“, so Spiegelfeld. Wohnen sei ein Grundbedürfnis des Menschen und daher sehr emotional. „Wir brauchen umfassende Gespräche, um über etwaige Alternativen der Honorierung und über Lösungen für den dringend benötigten Wohnraum nachzudenken“, appelliert Spiegelfeld. Es sei aber nicht akzeptabel, eine Berufsgruppe für falsche Wohnungspolitik verantwortlich zu machen.