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Immoinvestments: Chancen und Gefahren

Carlton James Group zeigt Vor- und Nachteile auf

Autor: Stefan Posch

Seit der Finanzkrise 2008 und dem historischen Niedrigzins des EZB, sind vor allem Immobilien für Investoren attraktiv. Laut einem Bericht der Carlton James Group über Private Banking und alternative Investmentformen sind die Gründe dafür klar. Wie ein Report des Immobiliendienstleister Savills zeigt, wächst der Wert des weltweiten Immobilienbesitzes im Durchschnitt um 1,77 Prozent. Deren Wert wird auf etwa 217 Billionen US-Dollar geschätzt. Damit ist er 36 Mal höher, als der des gesamten jemals abgebauten Goldes. Natürlich wird das Wachstum in lokalen Märkten teilweise weit überschritten.

Laut den Daten des US-Finanzdienstleisters MSCI stieg etwa in den USA der Wert von gewerblichen Immobilienfonds im Jahr 2015 um 15,6 Prozent. Investoren in amerikanischen Gewerbeimmobilien konnten sich in den vergangenen sechs Jahren sogar über eine kumulierte Rendite von 129 Prozent freuen.

Trotzdem spricht der Bericht der Carlton James Group auch Nachteile der Immobilieninvestments an. Immobilien benötigen etwa regelmäßige Wartungsarbeiten und ein schlechter Mieter könnte die Investition zu einem Vollzeit-Job machen. Zudem ist der Immobilienmarkt oft Gegenstand politischer Interventionen. So sind etwa in den Städten Dublin, New York und Berlin Mietpreisdeckelungen in Überlegung oder sind sogar schon implementiert. Zudem sind die Unterschiede zwischen den tatsächlichen Renditen und der Allokation an die Investoren bei größeren Investments über REITs oft sehr groß. Das bestätigt laut dem Bericht ein Forschungsteam in Toronto. Demnach hätten REITs die höchsten Nettoerträge erwirtschaftet, doch deren Investoren hätten die geringste Allokation (0,6 Prozent des Gesamtwertes) erhalten.