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Immopreise weiter im Steigen

Anstieg von vier Prozent war 2014 höher als erwartet

Autor: Gerhard Rodler

Der Boom auf dem Immobilienmarkt geht in die nächste Runde: Seit mittlerweile einer Dekade weist der bulwiengesa-Immobilienindex ein konstant positives Vorzeichen in der Wertentwicklung auf. Das jüngste segmentübergreifende Plus von 4,0 Prozent hierzulande erreicht sogar sowohl den bisherigen Höchststand der letzten 20 Jahre, als auch den stärksten Anstieg im aktuellen Immobilienzyklus seit 2005.

Wichtigster Impulsgeber für den Immobilienmarkt sind – wie in den Vorjahren auch – die städtischen Wohnimmobilien. 2014 hat ihre jährliche Wachstumsrate 5,1 Prozent betragen. Unterstützt vom derzeitigen Niedrigzinsumfeld lässt die hohe Nachfrage privater und institutioneller Käufergruppen die Kaufpreise schneller steigen (Reihenhaus +6,4 Prozent, Neubau-Eigentumswohnung +5,4 Prozent) als die Wohnungsmieten. Gleichzeitig verteuern sich die Mieten im Neubau (+3,2 Prozent) und in der Wiedervermietung (+3,0 Prozent) nahezu im Gleichklang. Eine nun stark spürbare Verknappung des Angebots und Nachholeffekte in der Preisanpassung für Einfamilienhausgrundstücke führen zu einem hohen Plus von 7,6 Prozent.

Bei Gewerbeimmobilien wurde nun erstmals mit +2,0 Prozent ein deutlicher Schub im Vergleich zu den Vorjahren notiert. Vor allem die 1a-Einzelhandelslagen legten mit +2,4 Prozent spürbar zu. Aber auch Gewerbegrundstücke (+2,1 Prozent) und Büromieten in zentralen Lagen (+2,0 Prozent) dokumentieren ein verknapptes Angebot sowie Interesse an Neuanmietungen, Objektkäufen und Sanierungsmaßnahmen.