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In jedem 4. Haushalt blüht der Schimmel

Laut Studie "Wohnen und Leben" ist er vermeidbar

Autor: Charles Steiner

Alarmierende Zahlen bei der Studie "Wohnen und Leben 2016" von immowelt.de: Laut dieser seien mindestens 20 Prozent der deutschen Haushalte von Schimmel betroffen, bei Haushalten mit Kindern sogar 25 Prozent. Und: Unter den 1.000 Befragten, die an der Studie teilgenommen hatten, scheint das Problembewusstsein noch nicht sehr stark ausgeprägt zu sein. 19 Prozent der von Schimmel Betroffenen glauben, dass die Sporen keinen Einfluss auf ihre Gesundheit haben oder wissen nichts über die Gefahren wie Kopfschmerzen und Übelkeit oder in schlimmeren Fällen von Asthma und Allergien. Andere wissen allerdings durchaus um die Gefahr, die von Schimmel ausgeht: 14 Prozent der Betroffenen gaben an, so schnell wie möglich die Wohnung wechseln zu wollen.

In vielen Fällen ließe sich dieser Schritt aber vermeiden. Denn Schimmel liebt es warm und feucht, weswegen besonders Bäder ein Club Mediterranee für die krankmachenden Pilze sind. Bei 50 Prozent der Befragten fand sich hier Schimmel. 28 Prozent hatten im Schlafzimmer mit Schimmel zu kämpfen - Grund hierfür: der Verzicht aufs Heizen und seltenes Lüften. Aufgrund von Küchendämpfen und Wasserdampf ist bei 22 Prozent der Befragten die Küche nicht schimmelfrei. Bei 16 Prozent ist der Keller betroffen, bei zehn Prozent das Kinderzimmer. Abhilfe würde regelmäßiges Heizen und Lüften schaffen.

Für Wohnungseigentümer ist der Schimmelpilz ebenfalls ein Dorn im Auge: Sowohl in Deutschland als auch in Österreich könnten durch die Mieter Mietzinssenkungen durchgesetzt werden. Diese kann laut einer Aufstellung der Arbeiterkammer über die geltende Rechtssprechung im Extremfall in Österreich bis zu 90 Prozent betragen.