Immobilien Magazin

Internationale lieben Logistik

Logistikimmobilien sind derzeit der Renner am Investmentmarkt - und es sind vor allem internationale Investoren, die nunmehr nach dieser Assetklasse suchen - und auch investieren.

Autor: Charles Steiner

Das geht aus dem aktuellen Marktreport Logistikimmobilien des Planungs- und Beratungsunternehmens Arcadis, der heute im Zuge der Expo Real in München präsentiert wurde. Mit der Kauflaune von internationalen Investoren gehen, so Arcadis, auch weitere Effekte einher. Nämlich, dass aufgrund der steigenden Kaufpreise die Gewinnspannen wie auch das Angebot sinken, weswegen auch das Transaktionsvolumen nicht den Wert erreicht, den es erreichen könnte. So hätten die Spitzenrenditen in Deutschland und der Schweiz mittlerweile die Fünf-Prozent-Hürde unterschritten, in Österreich liegen sie mit 5,5 Prozent noch darüber.

Ein weiteres zu beobachtendes Phänomen ist, dass es überdurchschnittlich ausländische Investoren sind, die in Logistikimmobilien investieren, für Deutschland gab Arcadis 73 Prozent vom Gesamtvolumen an, für Österreich 27 Prozent, für die Schweiz 17 Prozent. Den größten Anteil unter den ausländischen Investoren in Deutschland stellen dabei Geldgeber aus China mit einem Anteil von 30 Prozent, gefolgt von den Vereinigten Staaten (23 Prozent) und Großbritannien (18 Prozent) dar.

Aufgrund der Produktknappheit geht Arcadis für heuer und dem kommenden Jahr von einem sinkenden Transaktionsvolumen aus. Während in Deutschland im Vorjahr rund 8,5 Milliarden Euro in diese Assetklasse investiert wurde, waren es in der Schweiz 913 Millionen Euro, in Österreich nur mehr 390 Millionen Euro. Der durchschnittliche Kaufpreis lag dabei in Deutschland rund 61 Millionen Euro, in der Schweiz 24,6 Millionen Euro, in Österreich knapp 12 Millionen Euro. Die Transaktionsvolumina gesamt dürften im heurigen wie im kommenden Jahr deutlich unter den 2017 erzielten Werten liegen.