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Investoren aus Asien entern Hotelmarkt

Auch neue Betreiberketten kommen von dort

Autor: Gerhard Rodler

Der asiatische Auslandstourismus boomt und immer mehr Reisende aus Asien, allen voran China, strömen nach Europa. Dem passt sich die europäische Beherbergungs- und Einzelhandelsindustrie an und hat asiatische Reisende als Zielgruppe für sich entdeckt. So wittern auch die Big Player aus Fernost, Betreiber und Investoren gleichermaßen, ihre Chance. Aber asiatische Investoren drängen nicht nur deswegen nach Europa, weil sie angesichts der steigenden Nachfrage von asiatischen Gästen attraktive Investmentgelegenheiten vermuten.

Joanne Jia, Head of Investment, Asia und Leiterin des Asia Desk bei Christie + Co erklärt: „Nachdem der Konjunkturzyklus in Folge der Finanzkrise in den USA schon weiter fortgeschritten ist, erhoffen sich Investoren von europäischen Anlageobjekten mehr Aufwärtspotential. Der relativ schwache Euro bei einer gleichzeitig erstarkenden Volkswirtschaft in Europa begünstigt diese Entwicklung zusätzlich.“ Hinzu komme, dass die Regierungen in China, Südkorea, Taiwan und anderen asiatischen Ländern die Bestimmungen für Auslandsinvestitionen gelockert haben, weshalb sich asiatische Investoren immer stärker auch bei Immobilien im Ausland engagierten, wie Jia betont. Zahlreiche Gruppen aus Asien kauften in der jüngeren Vergangenheit Hotels in Europa. Laut Christie + Co gibt es unterschiedliche Investorengruppen aus Asien: Für institutionelle Anleger wie die Reignwood Group spielen für den Vermögenserhalt Prestige und sogenannte „Trophy Assets“ eine wesentliche Rolle. Immobilienentwickler wie Wanda oder Greenland werden von einer starken Mietnachfrage und Liquidität in Gateway-Städten sowie die höhere Hotelrenditen angezogen.

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