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Kölner Büros holen auf

Aktivitäten am Büromarkt ziehen an

Autor: Charles Steiner

Zwar musste der Kölner Bürovermietungsmarkt mit rund 148.000 m² gegenüber dem Vorjahr deutlich Federn lassen, holen die Aktivitäten wieder deutlich auf. Das geht aus einem aktuellen Büromarkt von BNP Paribas Real Estate hervor. „Während das Resultat zum Jahresauftakt noch 53 Prozent geringer ausfiel als 2019, lag im dritten Quartal die Differenz zum Vorjahr nur noch bei 16 Prozent. Dass der Rückgang hierbei keineswegs standortbezogen ist, sondern sich in erster Linie mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Büromärkte in Deutschland erklärt, unterstreicht der bundesweit um 36 Prozent gesunkene Flächenumsatz“, sagt Jens Hoppe, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Kölner Niederlassungsleiter.

Die Signale am Kölner Büromarkt seien jedenfalls durchaus als positiv einzustufen: Die beiden Großabschlüsse der AOK Rheinland (18.000 m²) im „Quadra“ und des Kölner Hauptzollamtes (10.000 m²) im „Ehrenwert“ zeigen jedoch, dass auch 2020 trotz der externen Markteinflüsse neue Hauptmieter für zwei noch nicht fertiggestellte Bürokomplexe gefunden werden konnten. Vor allem die öffentliche Verwaltung war hier sehr aktiv, sie nehme die Spitze des Branchenrankings ein. Neben dem Vertrag des Hauptzollamts kommen dem öffentlichen Sektor zudem die Anmietung des Jobcenters (3.800 m²) in der Kölner Südstadt und der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln in Rodenkirchen (3.600 m²) zugute.

Zwar hat der Leerstand in den letzten 12 Monaten deutlich auf 281.000 m² zugenommen, liegt historisch aber immer noch auf einem niedrigen Niveau. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass nur 43.000 m², und damit nur rund 15 Prozent, über eine moderne Ausstattungsqualität verfügen. Das größte Angebot an vermietbarer Fläche besteht traditionell in der Innenstadt (86.500 m²). Auch wenn sich der Flächenengpass hier etwas entspannt hat, liegt die Leerstandsquote mit 3,1 Prozent jedoch nach wie vor im Grenzbereich der notwendigen Fluktuationsreserve und etwas niedriger als im Gesamtmarkt (3,5 Prozent).