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Konkurrenz für Banken

Finanzierungsbedingungen verzögern Pipeline

Autor: Charles Steiner

Noch hat die Coronavirus-Pandemie die Pipeline für das heurige Jahr in Österreich nicht maßgeblich gefährdet. Allerdings sind die Hürden für die Projektentwicklung noch einmal höher geworden, berichtete immo7 News vergangenen Freitag. Einerseits verlängerte Bauverhandlungen und andererseits erheblich erschwerte Finanzierungsbedingungen von Seiten der Banken können Neubauprojekte verzögern. Doch mittlerweile gebe es andere Finanzierungsalternativen, die nicht die strengen Restriktionen der Banken aufweisen.

Im Immo7-Gespräch erklärte der Vizepräsident des Verbands der Österreichischen Projektentwickler, Peter Ulm, dass Banken eine immer stärkere Konkurrenz von Finanzierungsalternativen gegenüberstehen: "Ob es Crowd Financing ist, Whole Loans, Fremdkapital-Surrogate, Mezzanine-Finanzierungen, Anleihen - derlei Finanzierungsformen drängen immer mehr in den Bankensektor ein." Banken stünden zwischen den Fronten, denn einerseits haben sie strenge Finanzierungsrichtlinien - etwa bei Eigenkapitalquoten -, andererseits zwingt sie die Niedrigzinspolitik der EZB auch, zu finanzieren, um Strafzinsen zu entgehen. Vor allem Projektfinanzierungen zählen zum Kerngeschäft der meisten Banken, durch die strengen Richtlinien ziehen sich Finanzierungsverhandlungen in die Länge. Nachdem aber die Finanzierungsalternativen die strengen Reglements wie Banken nicht aufweisen, werden Projektentwickler zunehmend auf diese Möglichkeiten aufmerksam.

In Österreich sei aber bislang keine Verzögerung bei der Pipeline zu verzeichnen gewesen, so Ulm. Laut ihm würden alle Projekte von VÖPE-Mitgliedern nach Plan laufen. Die Sendung können Sie hier ansehen.