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Leipzig bekommt Mega-Quartier

Stadt gibt grünes Licht für Projekt "Freiladebahnhof"

Autor: Charles Steiner

Leipzig erhält ein neues Stadtquartier - das bislang größte, das die Stadt je gesehen hatte. Entwickelt wird es von der Deutschen Imfarr, jetzt hat die Politik grünes Licht für den den Bau von bis zu 2.400 Wohnungen, 96.000 m² Büros, Einzelhandel, Arztpraxen, Gastronomie sowie 55.000 m² Park, Grünflächen, Sport- und Spielplätze, Schulcampus, zwei Schulen und Kitas gegeben. Mit 48 Pro-Stimmen, keiner Gegenstimme und 12 Stimmenthaltungen hat die Ratsversammlung zu Leipzig mit überwältigender Mehrheit den Masterplan zum Projekt „Freiladebahnhof Eutritzscher Straße“ beschlossen.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Leipzigs Baubürgermeister Thomas Dienberg lobt Imfarr-Seniorchef Nematollah Farrokhnia die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig: „Wir danken der Stadt Leipzig, Herrn Oberbürgermeister Jung und dem neuen Baubürgermeister Thomas Dienberg ausdrücklich für die konstruktiven Gespräche und Verhandlungen der letzten Wochen und Monate und freuen uns darauf, dieses Projekt nun gemeinsam umzusetzen. Im ersten Quartal 2022 werden die ersten Kräne stehen.“

Jürgen Wöss, Geschäftsführer der Leipzig 416 GmbH, ergänzt: „Wir haben vier Bauabschnitte geplant. Im ersten, westlich an der Eutritzscher Straße, werden rund 500 Wohnungen entstehen.“

Die denkmalgeschützten Gebäude des Lokschuppens und des Ladeschuppens werden saniert und stehen für kulturelle Nutzungen zur Verfügung. Aktuelle Mietverhältnisse, wie das des „TV Clubs“, werden so lange wie möglich aufrechterhalten und danach bei der Umsiedelung in neue Objekte inhaltlich wie auch finanziell unterstützt.

„Leerstand ist kein Ziel - weder von der Stadt Leipzig noch von Imfarr“, so Imfarr-Kommunikationschef Matthias Euler-Rolle - übrigens seinerzeit Pressesprecher des österreichischen Bundeskanzlers Werner Faymann und danach selbst im Immobilienbereich tätig - Gerüchten von zukünftig überhöhten Mieten: „Neben den mietpreis- und belegungsgebundenen Wohnungen werden die Preise des frei finanzierten Teils den Marktgegebenheiten angepasst sein.“