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Leisure-Hotellerie profitiert vom Inland

Da und dort auch Preissteigerungen möglich

Autor: Charles Steiner

Die Coronapandemie setzt nicht allen Hotels gleich stark zu. Während Stadthotels - vor Corona noch Investors Liebling - arg in Bedrängnis gekommen sind, ergeben sich für Ferienhotels wiederum Chancen. Aus einem aktuellen Paper von MRP Hotels geht hervor, dass diese - ungeachtet der Entwicklungen im Herbst und Winter - am ehesten vom Inlandstourismus profitieren könnte. In der DACH-Region hätten vor allem starke Ferienregionen wie Kärnten, Graubünden sowie die Nord- und Ostsee eine positive Entwicklung hingelegt. Wermutstropfen für jene Länder, die stark auf deutsche Touristen setzen: Auslandsreisen fielen weg, jene deutschen Reisenden, die im Herbst bzw. Winter ins Ausland reisen würden, suchen jetzt nach Alternativen in Deutschland.

Während Top-Produkte in A-Ferienregionen wie auch Ferienwohnungen, Chalets und ähnliches mit entsprechenden Angeboten weiterhin eine starke Nachfrage erleben, sieht es für Jugendheime, Ferienheime und Hotels, die sich auf Gruppenreisen spezialisiert haben, nach wie vor düster aus. In Österreich machen sich vor allem der Ausfall von Reisegruppen und fehlende Flusskreuzfahrten bemerkbar. Für die Wintersaison könnte es in den Ski-Hochburgen gleichfalls eng werden. Dort sieht MRP Hotels einen nachhaltigen Imageschaden.

Was allerdings hinsichtlich mehrerer Reisewarnungen - unter anderem aus Deutschland, Belgien und die Niederlande - zu einer Hausforderung werden wird, ist der Umstand, dass Buchungen noch kurzfristiger und mehr Bedacht durchgeführt würden. Hotels müssten bei Stornierungs- und Buchungsbedingungen wesentlich flexibler agieren. Auch der Planungshorizont für Hotels habe sich geändert. Bei neuen Projekten würden mehr Liquiditätssicherheiten verlangt, beim Businessplan sei jetzt auch ein Plan B hinsichtlich Drittnutzungen bzw. Alternativen notwendig.