immoflash

Logistik im Höhenrausch

Nachfrage in Deutschland wächst weiter

Autor: Gerhard Rodler

Der bundesweite Gesamtumsatz auf dem deutschen Logistik- und Lagerflächenmarkt liegt im ersten Quartal 2014 bei rund 1,08 Mio. m² und damit gut ein Prozent über dem vergleichbaren Vorjahresergebnis. Damit konnte zum vierten Mal in Folge bereits in den ersten drei Monaten des Jahres die Schwelle von einer Million Quadratmetern übertroffen werden. Dies ergibt die Analyse von BNPPRE (BNP Paribas Real Estate). Wie auch im Vorjahreszeitraum haben sich Logistikdienstleister bislang an die Spitze der Branchengruppen gesetzt und kommen auf einen Umsatzanteil von 44,5 Prozent. Damit konnten sie das bereits sehr starke Vorjahresergebnis (41 Prozent) noch einmal überbieten. Verantwortlich für die rege Nachfrage ist einerseits die generelle Konjunkturbelebung, die zu steigenden Warenströmen beiträgt, andererseits der anhaltende Trend zur Ausweitung der Dienstleistungspalette von Logistikdienstleistern, der zusätzliches Geschäft generiert.

Auf den zweiten Rang vorgeschoben haben sich die im letzten Jahr noch drittplatzierten Handelsunternehmen, die knapp ein Drittel (32 Prozent) zum Flächenumsatz beitragen. Neben dem skizzierten Trend zu steigendem E-Commerce profitiert der Handel auch von der guten Beschäftigungssituation in Deutschland, dem stabilen Verbrauchervertrauen sowie relativ hohen Tarifabschlüssen. Vor diesem Hintergrund wird hier auch zukünftig eine umfangreiche Nachfrage zu erwarten sein. Von Platz zwei im Vorjahr auf den Bronzeplatz abgerutscht sind Produktionsunternehmen, auf die gut 18 Prozent des Ergebnisses entfallen. Da viele Großunternehmen aber gerade in den letzten zwei Jahren in großem Stil neue Flächen belegt haben, überrascht es nicht, dass sich dies nicht jedes Jahr wiederholen lässt.

Umsatz außerhalb der Ballungsräume rückläufig In den vergangenen zwölf Monaten haben die Spitzenmieten an den sieben wichtigsten deutschen Standorten durchschnittlich um knapp 2 Prozent zugelegt. Den stärksten Zuwachs verzeichnete Köln mit gut 4 Prozent, gefolgt von München mit über 3 Prozent. Aber auch in Düsseldorf, Hamburg und Leipzig war ein Anstieg um jeweils rund 2 Prozent zu beobachten. Dagegen blieben die Höchstmieten in Berlin und Frankfurt im vergangenen Jahr stabil. Teuerster Standort in Deutschland bleibt die bayerische Landeshauptstadt mit einer Top-Miete von 6,50 Euro/m².

Auf den weiteren Plätzen folgen Frankfurt mit 6,20 Euro/m², Hamburg mit 5,70 Euro/m², Düsseldorf mit 5,20 Euro/ m² und Köln mit 5 Euro/m². Weniger als 5 Euro/m² sind in Berlin (4,70 Euro/m²) und Leipzig (4,35 Euro/m²) anzusetzen. Günstiger können qualitativ hochwertige Logistikflächen dagegen beispielsweise im Ruhrgebiet (4,30 Euro/m²) oder in der Region Münster Osnabrück (3,50 Euro/m²) angemietet werden.