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Logistikmarkt Köln boomt

Überdurchschnittliches drittes Quartal:

Autor: Gerhard Rodler

Der Kölner Logistikmarkt ist verhalten in das neue Jahr gestartet und konnte auch im zweiten Quartal keine Fahrt aufnehmen. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Der vielerorts während des Lockdowns registrierte sprunghafte Anstieg des Lagerflächenbedarfs vor allem von Handelsunternehmen und Logistikdienstleistern blieb im Marktgebiet aus. Umso lebhafter präsentierte sich das Anmietungsgeschehen im dritten Quartal“, so Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial der BNP Paribas Real Estate. „Zwischen Anfang Juli und Ende September wurden 53.000 m² Fläche umgesetzt. Dieses überdurchschnittliche Quartalsergebnis hat den Flächenumsatz auf aktuell 102.000 m² inklusive Eigennutzer steigen lassen. Damit wurde das Vorjahresergebnis um 16 Prozent übertroffen. Dennoch liegen die Ergebnisse der starken Umsatzjahre 2016 bis 2018 in weiter Ferne, und der Zehnjahresdurchschnitt wird um fast 28 Prozent verfehlt.“ Handelsunternehmen treten im Jahr 2020 besonders anmietungsstark auf. Auf sie entfallen bis dato rund 33.000 m² bzw. gut 32 Prozent des Flächenumsatzes. Sie bewegen sich bzgl. des Marktanteils damit im langjährigen Mittel. In den ersten neun Monaten des Jahres haben vor allem drei Abschlüsse über jeweils etwas mehr als 8.000 m² zu diesem Ergebnis beigetragen, davon zwei im dritten Quartal. Logistikdienstleister haben 27,5 Prozent bzw. 28.000 m² Umsatz generiert, darunter mehrere Abschlüsse im dritten Quartal wie die bisher größte Transaktion des Jahres mit 11.000 m² Mietfläche von Rheinland Hilde Freund. Mit einem Flächenumsatz von knapp 23.000 m² belegen Unternehmen der Kategorie Industrie/Produktion Platz drei der Rangliste. Der Marktanteil von gut 22 Prozent liegt leicht über dem langjährigen Mittel.