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London kann sich (noch) behaupten

Derzeit noch führend bei Logistik

Autor: Gerhard Rodler

Logistik, so sagt man, ist der unbestrittene Frühindikator für künftige wirtschaftliche Entwicklungen. Insofern überrascht das kürzlich vorgelegte Ranking der europäischen Regionen dann doch. Catella Research hat 107 Europäische Logistikregionen in 20 Ländern hinsichtlich ihrer „Logistik-Stärke“ untersucht und dabei sozioökonomische, immobilienbezogene sowie infrastrukturelle Faktoren einbezogen. Als Gewinner geht dabei immer noch die Logistikregion um London („Greater London“) hervor.

Diese Position ist indessen nicht auf ewig gesichert. Zwar erwartet Catella nach dem finalen Exit der Briten mittelfristig keine tiefgreifenden Änderungen, doch mit Noord-Holland (Amsterdam), Zuid-Holland (Rotterdam) und Haute-Normandie/Île de France oder Hamburg stehen gleichwohl potenzielle kontinentaleuropäische Wettbewerber bereit, in dieser Phase der Unsicherheit ein entsprechendes Angebot zu schnüren.

Als Gewinner des Catella Regionen-Scorings, basierend auf den Indikatoren Sozioökonomie, Infrastruktur und Immobilienqualität, wird die Logistikregion um London („Greater London“) gefolgt von Oslo og Akershus in Norwegen genannt. Die Île de France, Cataluña, Spanien, und Hovedstaden in Dänemark folgen auf den weiteren Rängen der Top 5-Regionen. Ein hoher Scoringwert korreliert auf den ersten Rangplätzen deutlich mit der Spitzenrendite. So findet sich die niedrigste Rendite aktuell in London (4,25 Prozent), das zweitplatzierte Oslo og Akershus liegt - zusammen mit der Nummer Drei Île der France - bei 5,75 Prozent. Cataluña (6,00 Prozent) und Hovedstaden (7,0 Prozent) zeigen ein attraktives Risikoprofil.