Immobilien Magazin

Montenegro: Der neue Hidden Star

Der kleine Mittelmeerstaat Montenegro ist noch nicht wirklich auf dem Radar von Investoren. Schade eigentlich, denn die Fundamentaldaten sprechen sehr für Immo-Investments, besonders im Retail.

Autor: Charles Steiner

Viele Entwickler und Investoren aus Österreich haben zumindest Kroatien im Visier, manche auch Serbien, das sich um eine Aufnahme in die EU bemüht. Weiter östlich gäbe es da aber ein Land, in das man gut und sicher investieren kann - nämlich Montenegro, in Landessprache auch Crna Gora. Denn einige Daten sprechen für sich. Im Vorjahr ist das Land der NATO beigetreten, die EU-Kommission hält einen EU-Beitritt bis 2025 für möglich. Zudem hat Montenegro keine eigene Währung, als Zahlungsmittel gilt der Euro. Das war bedingt durch den rasanten Wertverlust des jugoslawischen Dinar, wonach Montenegro 1999 die D-Mark als Zahlungsmittel eingesetzt hatte, jetzt sind es Euro - obwohl das Land nicht Mitglied der Eurozone ist. Damit ist ein Investmentrisiko aufgrund von Währungsrisiken ausgeschlossen.

Zudem hat Montenegro ein besonders investmentfreundliches Klima geschaffen. Laut einem Artikel des global agierenden Finanzdienstleistungsunternehmens Eurofast herrsche aufgrund des geringen Körperschaftssteuersatzes von neun Prozent ein sehr positives Investitionsklima. Zudem liege die Grundsteuer zwischen 0,01 und einem Prozent, während die Grunderwerbssteuer drei Prozent beträgt. Zudem wächst die Wirtschaft rasant, der Tourismus, der sich immer mehr etabliert, sorgt für jede Menge Frequenz und regionale Wertschöpfung.

Der Immobilienmarkt ist in den letzten Jahren stark gewachsen, viel stärker als in den benachbarten Adria- Ländern, schreibt der Financial Observer. Besonders geeignet ist Montenegro übrigens für Retail-Immobilien. Wie dem immo7 aus Kreisen des montenegrinischen Parlaments zugetragen wurde, ist die Sättigung bei Einzelhandelsimmobilien noch lange nicht erreicht, in vielen Städten würde sogar noch Bedarf nach Einkaufs- oder Fachmarktzentren bestehen.