immoflash

Niederländische Büros im Aufwind

Knappes Angebot, Mieten steigen

Autor: Charles Steiner

Der Büromarkt in den Niederlanden erweist sich als äußerst dynamisch - zumindest, was die Mieten betrifft. Denn diese steigen stark und haben mittlerweile das Vorkrisenniveau übertroffen, geht aus einer Analyse von Savills Investment Management hervor, die dem immoflash übermittelt wurde. Mehrere Faktoren begünstigten die Entwicklung: Einerseits wiesen die Niederlande im Vorjahr ein Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent, dem gegenüber liege die Arbeitslosigkeit bei 3,4 Prozent, die Zahl der Erwerbstätigen liegen mit 8,9 Millionen auf einem Bürohoch. Und die Anzahl der Büroangestellten werde in den kommenden drei Jahren landesweit um 1,6 Prozent pro Jahr wachsen. Andererseits sind Büroflächen knapp: Zwischen 2010 und 2015 ist der Bestand gesunken, viele Büros sind in Wohnungen umgewandelt worden. Neuprojekte sind rar gesät, weswegen die Leerstandsrate sehr niedrig sind. Ergibt unter dem Strich hohe Mieten: Diese gaben Savills IM bei Amsterdam CBD mit 400 Euro/m²/Jahr (33,3 Euro/m²/Monat) an, für Utrecht sind es immerhin 280 Euro/m²/Jahr.

Angesichts der niedrigen Leerstandsrate und des knappen Angebots an erstklassigen Büroobjekten sowie der niedrigen Nettoanfangsrendite für Neubauobjekte von nur 3,25 Prozent sieht Savills IM daher Chancen im Ankauf von Bestandsimmobilien in gut angebundenen Lagen, die durch eine anschließende Sanierung in hochwertige Büroflächen umgewandelt werden. Hierdurch lassen sich Miet- und Kapitalwertwachstum erzeugen. Denn in Amsterdam sei eine jährliche Mietpreissteigerung von drei bis fünf Prozent möglich, weswegen die Spitzenmieten in den kommenden zwei Jahren auf 450 Euro/m²/Jahr anwachsen dürfte.