Immobilien Magazin

Noch mehr Immokredite in Europa

KPMG sieht immer noch Interesse an Kreditfinanzierungen.

Autor: Charles Steiner

Der Brexit hat direkte Auswirkungen auf die Immobilienkreditvergabe - und zwar positive. Denn für Banken sind Immobilienkredite durchaus lukrativ und relativ sicher, da ja relativ hohe Eigenkapitalquoten verlangt werden. Zumindest ortet KPMG ein verstärktes Interesse an Immobilienkrediten, wie aus der Studie Studie "Property Lending Barometer 2017" hervorgeht. Dieser zufolge werden etablierte europäische Märkte in den nächsten eineinhalb Jahren vom Brexit profitieren , während weniger etablierte Märkte darunter zu leiden haben. Laut Umfrage liege der Anteil der vollständig gedeckten Immobilienkredite in westeuropäischen Ländern bei 85 Prozent. Die Studie zeigt jedoch auch, dass der Prozentsatz in Bulgarien, Kroatien und Zypern mit 65 Prozent deutlich geringer ist. Der Anteil der notleidenden Immobilienkredite geht aber auch in den weniger stabilen Märkten signifikant zurück.

Die Kreditaktivitäten der europäischen Banken sind bereits in den vergangenen Jahren gestiegen - dieser Trend dauert auch 2017 an. Die größere Verfügbarkeit von Geldmitteln für den Immobilienmarkt ist laut dieser Umfrage, die jährlich unter Banken durchgeführt wird, auf gelockerte Bedingungen bei der Kreditvergabe und eine anhaltende Nachfrage nach Krediten aller Art zurückzuführen. Eine Trendumkehr ist diesbezüglich noch nicht in Sicht. Allerdings: In Österreich ist man noch zurückhaltend: 2016 wurden in Österreich 2,6 Milliarden Euro in gewerbliche Immobilienprojekte investiert. Im Vergleich zu 2015 bedeutet das einen Rückgang um 16 Prozent.