Immobilien Magazin

Preise in Hongkong könnten einbrechen

Laut dem Immobiliendienstleister JLL könnten die Immobilienpreise in Hongkong im kommenden Jahr 15 Prozent einbrechen. Im Falle eines Wirtschaftskrieges wäre der Rückgang deutlich höher.

Autor: Stefan Posch

Etwa 7,4 Millionen Menschen leben in Hongkong. Die Sonderverwaltungszone gehört zu den teuersten und heißesten Immobilienmärkten der Welt. JLL prognostiziert allerdings für das kommende Jahr eine starken Rückgang der Preise. Der Markt tritt in eine Korrekturphase und man gehe von einem Einbruch der Preise um 15 Prozent im Jahr 2019 aus. Doch der Markt läuft Gefahr noch stärker einzubrechen. Falls sich der Handelskrieg zwischen den USA und China weiter erhitzt und die Aktienkurse weiter sinken sei sogar ein Rückgang von 25 Prozent möglich.

"Alle Immobiliensektoren in Hongkong waren in den letzten Jahren auf die Nachfrage der VR China angewiesen, die das Wachstum stützten", wird Joseph Tsang, Executive Director von JLL Hongkong, in einem Bericht von CNBC zitiert. Ein langjähriger Handelskrieg zwischen den USA und China hätte das Potenzial, die Wirtschaft und den Immobilienmarkt von Hongkong zu beeinflussen.

JLL steht bei weitem nicht alleine mit ihre pessimistischen Einschätzung bei weitem nicht alleine da. Ein Bericht der UBS sieht den Hongkonger Immobilienmarkt als den am stärksten überbewerteten und sieht auch hier das größte Risiko für einen Eibruch. Die Immobilienpreise sind bereits seit August um etwa zwei Prozent gefallen.

Grund ist vor allem der schwache Yuan, der Immobilieninvestitionen in Hongkong für die Festlandchinesen unattraktiv macht. Denn der Hongkong-Dollar ist eng an die US-Währung gekoppelt. Zudem wurden Kredite aufgrund der Leitzinserhöhung der US-Notenbank teurer.

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