immoflash

Preisschere schließt sich

Angebots- und Kaufpreise nähern sich an

Autor: Charles Steiner

Immer öfter sind sich Käufer und Verkäufer beim Preis von Wohnimmobilien einig. Zumindest geht das aus einer Analyse von der Plattform willhaben.at mit dem Datamining-Experten IMMOunited hervor, die heute vormittag veröffentlicht worden ist. Mehr als 100.000 Immobilienanzeigen aus dem Vorjahr sind dabei ausgewertet worden. Der Schluss: Die Preisschere zwischen Angebots- und Kaufpreisen schließt sich, wenngleich sich durchaus regionale Unterschiede ergeben.

„In fast 60 Prozent der untersuchten Bezirke lag die Differenz zwischen den Angebots- und Kaufpreisen von Wohnungen bei maximal 5 Prozent. Bei Einfamilienhäusern ist die Schere gewöhnlich etwas größer, aber auch hier sehen wir einen positiven Trend“, so Judith Kössner, Head of Immobilien bei willhaben. Auf Bundesländerebene würden sich Angebots- und Kaufpreise weiter annähern. Einzige Ausnahme sei Vorarlberg mit 11 Prozent gewesen. Hier wurde der Verhandlungsspielraum etwas größer. Der Spitzenreiter war im Vorjahr allerdings Tirol mit etwas mehr als 14 Prozent. Dahinter folgten Salzburg (12 Prozent) und die Steiermark (11 Prozent). Niederösterreich und Wien wiesen einstellige Werte von 6 Prozent bzw. 9 Prozent. auf. Kaum Unterschied gab es hingegen im Burgenland, aber auch in Kärnten und Oberösterreich lag die Differenz bei nur etwas mehr als 3 Prozent. Auch in den meisten Wiener Gemeindebezirken lag die Preisschere unter 10 Prozent. Nur die Bezirke Margareten, Neubau und Liesing bildeten die Ausnahme. In Favoriten, Landstraße und Innere Stadt hingegen stimmten Angebots- und Kaufpreis nahezu überein. In den übrigen Bezirken bewegte sich die Differenz zwischen 5 Prozent und 9 Prozent.

Roland Schmid, Eigentümer und CEO der IMMOunited GmbH, erklärt, dass eine fundierte Bewertung von Objekten sowie eine realistische Preisbildung nur möglich seien, wenn alle notwendigen Informationen vorliegen: „So können faire Angebote gelegt werden, die für die Verkäufer und Käufer zufriedenstellend sind. Unsere gemeinsamen Untersuchungen und Preisspiegel stärken genau diese Markttransparenz.“ Als mögliche Ursache für die Preisschere wurden in der Analyse unter anderem entweder eine überdurchschnittlich große Zahl an teuren Objekten genannt, die aber nur selten tatsächlich verkauft wurden. Würden diese Objekte vom Markt genommen oder der Verkauf zu einem niedrigeren Preis abgewickelt werden, öffnet sich die Schere.

Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!

Weitere Artikel

  • » Starke Dynamik in Graz – Was die Anzahl der Immobilientransaktionen betrifft, lässt ... mehr >
  • » Investmentmarkt bleibt heiß – Das Investitionsvolumen auf dem europäischen Immobilienmarkt ... mehr >
  • » Geringe Preisschere bei Grundstücken – Was Angebots- und tatsächliche Verkaufspreise ... mehr >