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re.comm 2015 der Rekorde

Grösser, besser, noch spannender

Autor: Gerhard Rodler aus Kitzbühel

Den Beinamen „Gipfeltreffen der Immobilienbranche“ hat die gestern gestartete re.comm 2015 wieder klar unter Beweis gestellt. Die erstmals seit Wochen ausverkaufte Veranstaltung hat 200 Top-Manager in Kitzbühel zusammengebracht, erfreulicherweise diesmal auch mit ausländischer Beteiligung. „Es freut mich sehr, dass die Teilnehmeranzahl jedes Jahr steigt, denn die vielen Besucher aus der Immobilienelite sind ein Beweis dafür, dass das Konzept der re.comm das richtige ist,“ sagt Reinhard Einwaller, re.comm-Initiator und Veranstalter.

Heute, Donnerstag, wurde der zweite Tag mit dem Weltbürger Robert Guest eröffnet. Der preisgekrönte „Economist“-Redakteur ist überzeugt, dass die Globalisierung letztlich Vorteile bringt, vor allem, wenn man die Vogelperspektive einnimmt. Eines von dutzenden Beispielen ist die Nutzung von unverwertbaren Schiffs-Kapazitäten auf der Route USA nach China mit US-Altpapier für Recyclingzwecke – heute ein Megabusiness. Letztlich glaubt er daran, dass die nächste Generation weltweit der Demokratie zum Durchbruch verhelfen wird, denn die Kinder der heutigen Machthaber, auch der chinesischen, studieren in aller Regel in westlichen Demokratien, beispielsweise Harvard, und haben die Vorteile dieses Systemes längst erkannt. Übrigens: 3 Prozent der weltweiten Bevölkerung lebt nicht in ihrem Geburtsland, ein absoluter Rekordwert.

Weiters heute noch am Rednerpult: Consulter Larry Johnson über mehr Produktivität durch eine ethische Unternehmenskultur, der britische Ökonom Gerard Lyons über Londons Position in der Weltwirtschaft, der Kommunal- und Klimastratege Boyd Cohen über „smart Cities“, sowie die Architektin Carolyn Steel über Lebensmittelproduktion in der Stadt. Und schließlich Berlins Ex-Bürgermeister Klaus Wowereit über die Herausforderungen einer wachsenden Stadt.

Morgen, Freitag, folgen Religionswissenschafterin Karen Armstrog über „Die Schlacht um Gott“, der Terrorismusexperte Peter Neumann, zum Thema passend, sowie der Wirtschaftswissenschafter Christopher Pissarides über soziale Spannungen in Europa und wohl zu einem ähnlichen Thema auch Yanis Varoufakis.