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Renditen für Retailflächen steigen

Corona führt auch zu weniger Transaktionen

Autor: Charles Steiner

Die europäischen Einzelhandelsflächen geraten immer mehr unter Druck. Der Onlinehandel hat bereits jede Menge von den Einzelhandelsumsätzen verschlungen, durch die Coronapandemie und den zahlreichen Lockdowns verschärft sich die Situation. Das hat Catella Research im Rahmen einer europaweiten Erhebung der Transaktionsvolumen, Renditen und Mietpreise von Einzelhandelsimmobilien im Jahr 2020 an 31 Standorten mit Zahlen belegt. Das Transaktionsvolumen ist im Vergleich zu 2019 in fünf europäischen Ländern gestiegen, wohingegen das Transaktionsvolumen gegenüber 2015 Europaweit rückläufig ist - mit Ausnahme von Österreich und der Schweiz. Die Renditen für Shopping Center liegen dabei zwischen 4,2 Prozent (Dänemark) und 7,5 Prozent (Lettland) und sind in UK sowie im Baltikum am höchsten. Spätestens seit COVID-19 ist das Einkaufs- und Konsumverhalten nicht mehr unbedingt an High Street Stores gebunden. Für 2021 erwartet Catella Research, dass die Objektwerte deutlich unter Druck geraten, denn Investoren verlieren zunehmend das Interesse an der Assetklasse „Retail“. Thomas Beyerle, Head of Research der Catella Group, erklärt: „Die Assetklasse Retail steht europaweit unter einem gewaltigen Restrukturierungsdruck. Zwar kam der aktuelle Abwärtstrend spätestens seit der letzten Dekade mit Ansage und wurde nur durch die sehr gute konjunkturelle Situation in den letzten Jahren überdeckt, doch in der aktuellen Pandemiekrise zeigen sich die Bruchstellen deutlich.“