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Retailmarkt 2016 stabil

Für 2017 weniger Markteintritte erwartet

Autor: Stefan Posch

"Prinzipiell ist alles gut", fasst Andreas Ridder, Geschäftsführer von CBRE Österreich in einem Pressegespräch heute Montag das vergangene Jahr zusammen. Der Retailmarkt etwa hat sich 2016 stabil entwickelt. Die Anzahl der Markteintritte hat sich im Vergleich zu 2015 sogar erhöht. Das Investmentvolumen brach hingegen ein.

Mit 113.000 m² entsprach die Neuflächenproduktion 2016 im Retailbereich die des Jahres 2015 (115.000 m²). "Der österreichische Retailmarkt hat 2016 ein stabiles Jahr hinter sich gebracht", fasst Walter Wölfler, Head of Retail Austria & CEE bei CBRE die Zahlen zusammen. Die Anzahl der Markteintritte werde 2017 aber abfallen. Mit 31.000 m² war die mit Abstand größte Neuflächenproduktion 2016 die Erweiterung der Plus City in Pasching bei Linz. "Das war sicher das Highlight des Jahres", so Wölfler. Der Einzelhandel steht aktuell vor großen Herausforderungen auch wenn Wölfler den stationären Handel noch lange nicht am Ende sieht. Laut einer Studie von CBRE bevorzugen noch immer 70 Prozent der Millennials das Einkaufen in physischen Geschäften. Daher sei sei eine Verknüpfung von Online und Offline wichtig.

Im Investmentmarkt war im Jahr 2016 hingegen ein Einbruch zu beobachten. Um 31 Prozent ging im Vergleich zum Jahr 2015 das Investmentvolumen in Immobilien zurück. Grund dafür sei, dass kaum geeignete Objekte am Markt seien, so Georg Fichtinger, Head of Investment Properties Capital Markets bei CBRE. Zudem seien einige Transaktionen, wie etwa der Verkauf des Millenium Tower oder der des DC Towers 2016 noch nicht geclosed worden. Über 500 Millionen Euro der Transaktionen von 2016 werden erst 2017 schlagend.

Einen Rekordwert in negativer Hinsicht gibt es im Büromarkt. In den letzten 25 Jahren sind noch nie so wenig Büroflächen gebaut worden wie 2016. Für die nächsten zwei Jahre erwartet CBRE aber wieder ein Ansteigen der Neuflächenproduktion.

Die Spitzenrenditen gehen in Österreich - wie überall in Europa - nach unten. Die Preise würden weiter anziehen und die Investoren seien in Österreich sehr selektiv, so Georg Fichtinger weiter. Im Gegensatz zu Deutschland würden Investoren in Österreich zudem nicht auf schlechtere Lagen ausweichen. Für 2017 rechnet Fichtinger weiter mit steigenden Preisen und damit mit niedrigen Renditen. Ab 2018 soll es mit den Renditen wieder nach oben gehen.