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s Immo: Auch 2020 Gewinn

Mieterlöse um 3,7 % höher:

Autor: Gerhard Rodler

Unabhängig von den Turbulenzen aus dem Gesellschafterkreis kommend macht die s Immo auch im Krisenjahr 2020 einen tollen Job, steigert sogar die Mieterlöse, zahlte im Oktober die Dividende aus und schafft in den ersten neun Monaten ein zwar deutlich niedrigeres als 2019 aber dennoch mit über 22 Millionen sehr deutlich positives Konzernergebnis.

CEO Ernst Vejdovszky: "2020 ist in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung. Umso mehr freut es uns, dass es auch im dritten Quartal einige positive Entwicklungen gibt. So sind wir nach wie vor und trotz aller Verwerfungen in der Gewinnzone. Gleichzeitig trifft uns die Covid-19-Pandemie in einzelnen Bereichen. Wir arbeiten intensiv daran, die Auswirkungen weiterhin so gering wie möglich zu halten und bereits 2021 wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren."

Die Mieterlöse konnten im dritten Quartal 2020 um 3,7 Prozent auf 91,5 Millionen Euro (Q3 2019: 88,2 Mio. Euro) gesteigert werden. Die Gesamterlöse verzeichneten einen Rückgang und verringerten sich um 15,9 Prozent auf 129,9 Millionen Euro (Q3 2019: 154,5 Millionen Euro). Verantwortlich für diesen Rückgang waren vor allem die Erlöse aus der Hotelbewirtschaftung, die wegen staatlich verordneter Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung und des starken Rückgangs im Städtetourismus auf 14,7 Millionen Euro (Q3 2019: 42,0 Millionen Euro) eingebrochen sind. Ein bedeutender Teil der ausgefallenen Erlöse konnte jedoch durch die Reduktion des Aufwands aus der Hotelbewirtschaftung auf 14,8 Millionen Euro (Q3 2019: 28,6 Millionen Euro) kompensiert werden.

Zudem waren höhere Wertberichtigungen auf Forderungen zu verzeichnen. Der Aufwand für Wertberichtigungen beziehungsweise Abschreibungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lag daher zum 30.09.2020 bei -3,5 Mio. Euro (Q3 2019: -0,5 Millionen Euro). Das Bruttoergebnis ging in weiterer Folge auf 71,5 Millionen Euro zurück (Q3 2019: 82,5 Millionen Euro). Die Tatsache, dass der Rückgang in verhältnismäßig engen Grenzen gehalten werden konnte, ist auf große Anstrengungen im operativen Geschäft und die Diversifikation des Portfolios zurückzuführen.

Das Ergebnis aus der Immobilienbewertung blieb über das Gesamtjahr gerechnet positiv und betrug 3,4 Millionen Euro (Q3 2019: 137,3Millionen Euro). In weiterer Folge belief sich das EBIT auf 53,9 Millionen Euro (Q3 2019: 198,8 Millionen Euro).

Insbesondere durch geringere Dividendenerträge ist das Finanzergebnis von -15,5Millionen Euro auf -28,4 Millionen Euro gesunken. Positive Effekte gab es im Bereich der Ertragssteuern. Der Gesamtsteueraufwand belief sich in weiterer Folge auf 3,1 Millionen Euro (Q3 2019: 24,3 Millionen Euro).

Somit ergab sich für die ersten drei Quartale 2020 ein Periodenüberschuss von 22,3 Millionen Euro (Q3 2019: Periodenüberschuss von 158,9 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie betrug 0,31 Euro Euro (Q3 2019: 2,40 Euro).