Immobilien Magazin

So sollen Smart Cities nachhaltig werden

Die Definition Smart City kommt zwar oft vor, eine einheitliche Definition scheint es dazu aber noch nicht zu geben. Die ÖGNI präsentiert dazu ein Positionspapier.

Autor: Charles Steiner

Smart City, das ist der Trend der Zukunft. Vielerorts hört man den Begriff, eine klare Definition gibt es laut ÖGNI aber nicht. Deshalb hat der ÖGNI im Rahmen der heute zu Ende gehenden Urban Future Global Confernce ein 14 Seiten umfassendes Positionspapier präsentiert, das eben eine solche Definition schaffen soll. Darin definiert die ÖGNI einerseits ihre Klarstellung der Position zum Thema Smart Cities sowie eine Konkretisierung des Themas für Stakeholder der Stadtentwicklung und eine Anleitung für Stadtentwickler, wie solche umzusetzen sind. Das soll auch eine Grundlage für die Auszeichnung solcher Stadtprojekte liefern. Entwickelt wurde das Positionspapier in den vergangenen Jahren, es soll alle ein bis zwei Jahre aktualisiert werden.

Wesentliche Punkte darin: Wie die ÖGNI eine Smart City definiert. Deren Lesart zufolge sollten die Zielqualitäten einerseits sein, dass Smart Cities bei allen Entwicklungen die Nachhaltigkeit, Finanzierung, Machbarkeit, Leistbarkeit, rechtliche Rahmenbedingungen, den Wertewandel berücksichtigt - und zwar bei allen Aspekten des Lebenszyklus. Zudem solle sie einen "zusätzlichen Fokus auf Resilienz im Klimawandel, Urbanes Klima, Biodiversität, Inklusion und Fairness" legen. Weiters soll eine Smart City ihre Qualitäten auch entsprechend nach innen und außen kommunizieren.

Im Mittelpunkt einer Smart City soll natürlich der Mensch mit seinen Bedürfnissen stehen, heißt es in dem Papier weiter. "Alle smarten Lösungen dienen einer lebenswerten und zukunftssicheren Entwicklung für die Menschen", so die Zieldefinition des ÖGNI. Daher solle eine Smart City Strukturen schaffen und fördern, die den "zwischenmenschlichen Austausch", die "erfüllende Einbindung in funktionierende soziale Systeme", das "Einbringen der Fähigkeiten des Einzelnen" sowie "Raum für Individualität, vielfältige Lebensentwürfe" und die "Stärkung der Fähigkeiten, Krisen zu bewältigen und zwar durch soziale Einbettung, Vernetzung und städtische Einrichtungen" ermöglichen sollen. Dazu soll eine Smart City Sharing-Angebote miteinbeziehen, die "einfach zugänglich, leistbar bzw. kostenfrei" und "ökologisch verträglich sind" und "alle Lebensphasen miteinbeziehrn".

Grundsätzlich, so lässt sich zusammenfassen, soll eine Smart City die darin lebenden Menschen zu einem Wissens- und sozialen Austausch anregen, aber eine fortschrittliche Stadt sein, die mit mutigen neuen Ideen eine langfristige Weiterentwicklung in allen Bereichen gewährleisten kann. Sämtliche Wertekonstrukte sollen sich darin wiederfinden. Zudem ist eine effiziente und nachhaltige wie sichere Mobilität eines der Kennzeichen, wie sie die ÖGNI definiert. Auch Synergien und vernetzte Infrastrukturen soll eine solche Stadtentwicklung beinhalten.

Das Positionspapier können Sie übrigens hier downloaden.