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Stop Shop wächst weiter

Immofinanz kauft acht weitere FMZ

Autor: Charles Steiner

Zumindest, was den Einzelhandel betrifft, sind nicht alle Segmente gleichermaßen durch die Covid-Krise und den Onlinehandel betroffen. Fachmarktzentren mit regionaler Versorgungsfunktion jedenfalls werden weiterhin bestehen und benötigt werden. Ein Grund mehr, warum die Immofinanz jetzt ihr Stop Shop-Portfolio um acht weitere Retailparks ausgebaut hat. So wurden sechs voll vermietete Retail Parks in Serbien und Tschechien mit einer vermietbaren Fläche von rund 43.000 m² erworben. Verkäufer ist der auf Fachmarktzentren spezialisierte belgische Investor Mitiska REIM.

Außerdem hat die Immofinanz im 4. Quartal 2020 den Zukauf eines ebenfalls voll vermieteten Fachmarktzentrums in Voitsberg, mit einer Fläche von rund 5.500 m² abgeschlossen. In Kroatien wird das Portfolio um eine Immobilie in der Stadt Ludbreg ergänzt. Die Immofinanz erwartet bei den neu erworbenen Standorten jährliche Mieterlöse von 5,7 Millionen Euro bei einet durchschnittlichen Bruttorendite von 7,7 Prozent. Das Stop Shop-Portfolio der Immofinanz wächst damit auf 98 Standorte in neun Ländern mit einer vermietbaren Fläche von rund 720.000 m² und einem Buchwert von rund einer Milliarde Euro. Weitere Ankäufe sowie Eigenentwicklungen seien bereits in Bearbeitung, das mittelfristige Ziel seien 140 Stop Shop-Standorte, wobei neben den bereits bestehenden Märkten in CEE und SEE selektive Markteintritte in weiteren westeuropäischen Staaten erfolgen soll.

Dietmar Reindl, COO bei der Immofinanz, sieht in den Stop Shops ein sehr gut rentierendes und krisenresistentes Retail-Format: "Der hohe Standardisierungsgrad ermöglicht attraktive Miet- und Betriebskosten für unsere Mieter. Zudem konzentrieren wir uns auf kostengünstige Produkte des Convenience-Segments, die auch in einem wirtschaftlich schwierigeren Umfeld von den Konsumenten gerne nachgefragt werden. Das bewährt sich jetzt während der Covid-19-Pandemie. So konnten wir nach Beendigung des ersten Lockdowns sehr rasch eine Erholung der Besucherzahlen beobachten. Vom steigenden Preisbewusstsein der Kunden profitieren zudem vor allem Diskont-Anbieter.