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Wo Studenten wohnen (wollen)

Studentische Zwei-Klassen-Gesellschaft

Autor: Gerhard Rodler

Nachdem studentisches Leben noch vor ein, zwei Jahrzehnten weitgehend „klassenlos“ war, hat sich das in den vergangenen Jahren drastisch verändert: Wo Studenten wohnen (wollen), hängt zunehmend von ihren finanziellen Möglichkeiten ab.

„Unter den Studierenden gibt es durch den Anstieg der Immobilienpreise zwei Lager: Jene, die eine zentrale, hippe Lage solchen Kriterien wie Größe, Raumaufteilung oder Baubestand vorziehen. Und jene, die es lieber größer und neuer schätzen, dafür aber Randbezirke und schlechtere Infrastruktur 'in Kauf nehmen'“, fasst Bernd Gabel-Hlawa, Geschäftsführer des Immobilien-Portals FindMyHome.at zusammen.

Beliebt sind bei Studierenden nach wie vor die innerstädtischen Bezirke innerhalb des Gürtels. Hier sticht vor allem der zweite Bezirk mit der neuen WU und neuen Wohnangeboten hervor. Daneben sind auch die „Klassiker“, der sechste und siebte Bezirk, weiterhin gefragt. „Sie sind zentral, bieten eine außergewöhnliche Infrastruktur und vermitteln ein urbanes Lebensgefühl“, meint der Immobilien-Experte, „da diese jedoch zu den teureren Bezirken zählen, schränkt die Lage bei Studenten oftmals die Wohnqualität ein.“ Die Suchanfragen zeigen zudem: Ottakring ist dafür am aufsteigenden Ast. Der Grund? Der Bezirk ist günstig, sehr gut öffentlich angebunden und durch die Trend-Entwicklungen am Yppen- und Brunnenmarkt steigt das Lebensgefühl.

In der Regel gilt: 40 bis maximal 55 Prozent des Einkommens sollten fürs Wohnen ausgegeben werden. Zusätzlich sollte nicht auf einmalige Kosten wie Kaution, Ablöse oder Provision vergessen werden.