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Blasengefahr im Wohnmarkt?

UBS-Studie analysiert Blasenrisiko in 18 Städten

Autor: Günther Schneider

Der Global Real Estate Bubble Index des CIO von UBS Wealth Management hat die Preise für Wohnimmobilien in 18 Städten auf der ganzen Welt analysiert. In der Mehrzahl dieser Städte hätte die Überbewertungen zugenommen, heißt es in einer Aussendung der Schweizer Großbank UBS. Das größte Risiko für eine Immobilienblase besteht in Vancouver.

Auch in London sei das Risiko für eine Blase gestiegen. Ebenfalls ein erhöhtes Risiko weist die Studie für die Städte Stockholm, Sydney und München aus. Deutlich überbewertet sind auch San Francisco und Amsterdam, gefolgt von Zürich, Paris, Genf, Tokio und Frankfurt. Singapur, Boston, New York und Mailand gelten hingegen als fair bewertet. Chicago ist gemäss dem Index unterbewertet.

„Seit 2011 sind die Wohnungspreise in den Städten der Blasenrisikozone durchschnittlich um fast 50 Prozent gestiegen“, warnt Claudio Saputelli, Leiter Global Real Estate bei der UBS. In den übrigen analysierten Finanzzentren seien die Preise hingegen um weniger als 15 Prozent gestiegen. „Diese Differenz steht in keinerlei Verhältnis zu Unterschieden des lokalen wirtschaftlichen Umfelds und Inflationsraten“, so Saputelli weiter. Die Tiefzinsphase in den Wachstumsmotoren Europas habe zur Überhitzung der Märkte für städtische Wohnimmobilien beigetragen. Einen weiteren Nährboden für Übertreibungen der Hauspreise sieht Saputelli die anhaltenden Nachfrage aus China. Auch Matthias Holzhey, Ökonom bei der UBS sieht die Situation in den am stärksten überbewerteten Wohnungsmärkten als fragil an. „Eine deutliche Steigerung des Angebots, höhere Zinssätze oder Veränderungen der internationalen Kapitalflüsse könnten jederzeit eine erhebliche Preiskorrektur zur Folge haben.“