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Vier Milliarden sind heuer drin

Österreichischer Investmentmarkt brummt

Autor: Charles Steiner

Der österreichische Immobilienmarkt zeigt sich nach wie vor in bester Verfassung. Einer Analyse des Maklerunternehmens Colliers International zufolge dürfte heuer wiederum die Vier-Milliarden-Euro-Marke erreicht werden. Besonders das Hotelsegment werde heuer mit Rekordzahlen dazu beitragen, dieses nahm rund 25 Prozent des gesamten Investmentvolumens ein - mit ein Grund war auch der Mega-Deal um das Hilton am Stadtpark.

Zum ersten Halbjahr 2019 lag das Investmentvolumen bei rund 1,7 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sei das zwar ein Rückgang von rund 25 Prozent - allerdings seien dort einige laufende größere Tickets noch nicht eingerechnet. Im August wurden z.B. mit dem QBC 1 & 2 die letzten Bauteile des gemischt genutzten QBC Areals am Wiener Hauptbahnhof um rund 233 Millionen Euro an die Eastern Property Holding verkauft.

Der Büromarkt stehe heuer aufgrund der Vielzahl großvolumiger Fertigstellungen im Vorjahr unter dem Zeichen der Konsolidierung und sieht sich zunehmend neuen Herausforderungen gegenüber: Lebens- und Arbeitsgewohnheiten verändern sich und damit gewinnen auch Serviced Office Provider immer mehr an Bedeutung, heißt es vonseiten Colliers International. Auch die Bereiche Industrie und Logistik seien einer kontinuierlichen Veränderung unterworfen. Flexibilität stehe im Vordergrund und modulare Einheiten sind immer stärker im Kommen. Ähnliches gelte auch für den Wohnungsmarkt, wobei hier neben der Entwicklung neuer Wohnkonzepte und kleineren, flexiblen Wohneinheiten auch die Nachfrage nach Luxusimmobilien konstant bleibt.

Nach wie vor im Rennen sind Einzelhandelsimmobilien. Wien bleibe ein Shopping-Hotspot, wobei der Graben nach wie vor die Spitzenposition unter den Einkaufsstraßen einnimmt. Retailer und Gastronomen spüren jedoch auch den steigenden Druck insbesondere von Seiten des virtuellen Mitbewerbs, was sich in vielen neuen Entwicklungen und Konzepten, um die physische Kundenfrequenz zu halten bzw. sogar zu steigern, widerspiegelt.