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Vonovia im Aufwind

Operativer Cashflow zweistellig gestiegen

Autor: Charles Steiner

Der Ankauf des schwedischen Wohnungsunternehmens Hembla hat der Buwog-Mutter Vonovia einen weiteren Aufwind verschafft. Wie aus den Halbjahreszahlen des deutschen Wohnkonzerns hervorgeht, ist der operative Cashflow gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres mit mehr als 676 Millionen Euro um elf Prozent angewachsen. Ebenso miteinbezogen in die Halbjahresbilanz ist auch der Ankauf des deutschen Projektentwicklers Bien-Ries im heurigen März. Für das Gesamtjahr dürfte sich der wirtschaftlich positive Jahresauftakt fortführen lassen, Vonovia prognostiziert hierbei einen Group FFO zwischen 1,275 und 1,325 Milliarden Euro. Das Adjusted EBITDA Total von Vonovia stieg ersten Halbjahr 2019 um 8,0 Prozent auf 942,2 Millionen Euro an.

Mit Stichtag 30. Juni bewirtschaftete Vonovia laut Jahresbericht rund 415.000 eigene Mietwohnungen (H1 2019: 397.000). Mit rund 354.000 Wohnungen in Deutschland hat Vonovia einen Marktanteil von rund 1,5 Prozent. Mit einer Leerstandsquote von 2,8 Prozent ist der Wohnungsbestand nahezu vollvermietet. Die Mieteinnahmen im lagen hierbei bei 1,13 Milliarden Euro (H1 2019: 1,01 Milliarden Euro). Auch hier hätten sich vor allem die Akquisition von Hembla sowie organisches Wachstum bemerkbar gemacht, so Vonovia. Der Unternehmenswert ohne Schulden (Adjusted NAV) stieg auf 29,7 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 5,4 Prozent gegenüber dem Jahresende 2019. Der Wertanstieg der Immobilien in Höhe von rund 2,3 Milliarden Euro führt der Wohnungskonzern auf die weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnungen und die umfangreichen Investitionen zurück.

Die Vonovia will indes weiterhin ihre Modernisierungs-, Neubau- und Instandhaltungsstrategie fortsetzen, wenngleich die Coronapandemie die baulichen Maßnahmen leicht gebremst hatte, so Vonovia-CEO Rolf Buch: „Im Neubau und bei der Modernisierung nehmen unsere Projekte jetzt wieder Fahrt auf.“ Man fokussiere sich dabei weiterhin auf die CO2-Einsparung im Immobilienportfolio. „Das Klimaschutzgesetz fordert bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand in Deutschland. Wir investieren in energetischen Lösungen, die für unsere Mieterinnen und Mieter bezahlbar sind“, sagt Rolf Buch.