Immobilien Magazin

Weniger Hotelportfolios gedreht

Hotelinvestmentmarkt läuft aber dennoch über dem langjährigen Durchschnitt. Immer mehr Einzeldeals prägen den Markt, geht aus einer Studie von JLL hervor.

Autor: Charles Steiner

Das Interesse an Hotelimmobilien ist ungebrochen, der heurige deutsche Investmentmarkt liegt in den ersten drei Quartalen trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr deutlich über dem langjährigen Schnitt. Allerdings rechnete sich das Volumen weniger aus Portfoliotransaktionen, sondern vielmehr aus Einzeldeals zusammen, geht aus einer im Zuge der Expo Real veröffentlichten Studie von JLL hervor. Insgesamt 2,82 Milliarden Euro, realisiert mit 75 Transaktionen, wurden in den ersten drei Quartalen gemessen. Während 63 Prozent der Käufer deutsche Anleger waren, tummeln sich immer mehr Käufer aus Großbritannien und Frankreich auf dem Markt. Bei 11 Transaktionen investierten sie insgesamt 470 Millionen Euro.

„Das Interesse an Hotelimmobilien ist ungebrochen hoch. Geprägt wird die aktuelle Investmentaktivität durch einen stark diversifizierten Käuferkreis, sowohl in Bezug auf die Herkunft also auch den Investorentyp. Die weiterhin lockere Geldpolitik, stetig steigende Übernachtungszahlen in den meisten Großstädten sowie die anhaltend guten Leistungsergebnisse vieler Hotels unterstützen die Nachfrage“, so Stefan Giesemann, Executive Vice President der JLL Hotels & Hospitality Group.

Von den 75 Transaktionen entfielen lediglich zehn auf Portfolios, der Rest waren Einzeldeals. Diese machten 2,2 Milliarden Euro aus, 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Portfolio-Segment wechselten im Dreivierteljahreszeitraum 10 Hotels in einer Größenordnung von zusammen 644 Millionen Euro die Eigentümer, ein Rückgang von 50 Prozent.