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Wirbel um Wohnprojekt in Schwabing

Verhandlungen geplatzt, jetzt sollen Büros dort hin

Autor: Charles Steiner

Im Münchner Stadtteil Schwabing gehen die Wogen hoch. Dort hätte auf einem 40 Hektar großen Areal mit einer Bürocity mit 12.000 Arbeitsplätzen ein Wohnprojekt mit 800 Einheiten realisiert werden sollen. Doch die seit neun Jahren laufenden Verhandlungen zwischen den Grundeigentümer und Generalentwickler des Quartiers, Argenta, mit der Stadt München geplatzt. Statt den Wohnungen sollen jetzt weitere Gebäude mit Büroflächen für Hightech-Unternehmen entwickelt werden, heißt es Medienberichten zufolge von Argenta. Man habe die Absicht aufgegeben, das bestehende Baurecht im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans zu ändern. Das Münchner Planungsreferat zeigte sich vom jetzigen Schwenk des Grundeigentümers enttäuscht, man bedaure die Entscheidung von Argenta.

Allerdings hatte die Causa eine neun Jahre währende Vorgeschichte: Nach drei Jahren Verhandlungen einigte man sich 2014 mit einer Einverständniserklärung, wonach Argenta auf dem übrigen Brachland knapp 5.500 m² geförderte Wohnungen und rund 7.300 m² mietpreisreduzierte Wohnungen samt Kita errichten soll. Nachdem ein städtebaulicher Wettbewerb mit dem Sieger Hilmer Sattler Architekten Ahlers Albrecht mit Mahl.gebhard.konzepte. durchgeführt wurde, hatte die Stadt, so erklärte es Argenta, die oben geforderten und zugesicherten Vorgaben mehr als verdoppelt. Auf eine Kompromisslösung habe man keine Antwort erhalten. Diese Vorwürfe weist man von der Stadt wieder zurück, es sei im Dezember sehr wohl eine Einigung erzielt worden, wonach die ursprüngliche Planung dann doch hätte realisiert werden sollen. Jetzt wolle sich Stadträtin Elisabeth Merk doch noch dafür einsetzen, das Wohnprojekt zu retten, heißt es.