immoflash

Wohnung statt Sparbuch

Erstmals beliebteste Anlageform der ÖsterreicherInnen

Autor: Gerhard Rodler

Zum ersten Mal liegen Wohnimmobilien auf der Beliebtheitsskala ganz vorne - 37 Prozent betrachten diese als attraktive Anlageform, was einem Zuwachs von vier Prozentpunkten im Vergleich zu 2015 entspricht. Auch der Kauf von Grundstücken gewinnt an Attraktivität und landet mit 32 Prozent Zustimmung (+3 Punkte) auf Rang 2. In anderen europäischen Ländern und den USA ist schon seit Längerem eine entsprechende Tendenz hin zum Eigenheim vorhanden - mittlerweile scheinen sich die Österreicher aufgrund der aktuellen Entwicklungen auf den Finanzmärkten von ihren lange bevorzugten Produkten loszusagen und dem internationalen Trend zu folgen.

Die beiden in Österreich traditionell beliebtesten Sparformen Bausparvertrag und Sparbuch müssen deutliche Einbußen hinnehmen. Der Bausparvertrag liegt mit 30 Prozent (-7 Punkte) nur mehr auf Rang 3. Gold gewinnt sehr deutlich und ist mit 29 Prozent fast genauso beliebt wie der Bausparvertrag.

Früher war das Sparbuch für 52 Prozent eine interessante Sparform, seitdem ging es stetig bergab. Heute stellt es nur noch für jeden Fünften (19 Prozent) eine attraktive Geldanlage dar. Auch Pensionen und Lebensversicherungen sind immer weniger interessant.

Jährlich werden für das GfK Stimmungsbarometer, aus dem diese Daten stammen, 18.000 Österreicher (ab 15 Jahren) hinsichtlich ihres Interesses an Spar- und Anlageformen - unabhängig von der eigenen Nutzung - befragt. Es wird quartalsweise ausgewertet und veröffentlicht.